Mittwoch, 19. September 2012

Wanderbuchaktion: Lysanders Legenden 01 - Carla von Julia Tarach




Nach einem ungewöhnlichen Traum entdeckt Carla Fähigkeiten an sich, die sie weder einschätzen noch kontrollieren kann und die einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Nicht nur, dass sie mehrere Prüfungen zu bestehen hat, die das Misstrauen von Lysanders Garde schwächen sollen - auch der Alltag wird zur Tücke, wenn Berührungen tödlich sind.





 Rezension zu Lysanders Legenden 01 - Carla

Anmeldung

Schickt mir eine E-Mail an ricarda.scola@googlemail.com mit dem Betreff "Wanderbuch Lysanders Legenden". Darin enthalten sein muss:
  • Euer Name
  • Eure Adresse
  • der Link zu Eurem Blog
  • der Name Eures Profils bei Lovelybooks oder Facebook

Reihenfolge

Die Reihenfolge bestimmt der Eingang Eurer E-Mails. Solltet Ihr vorab wissen, dass Ihr erst in ein paar Wochen Zeit dazu habt, sagt mir direkt Bescheid, dann kann ich Euch auch weiter nach hinten setzen.

Die Spielregeln 

  1. Ihr habt 2 Wochen nach Erhalt des Buches Zeit, um es zu lesen. Sollte Euch etwas Wichtiges dazwischen kommen, hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail - so wird keiner sauer sein, falls das mal eine Woche länger dauert.
  2. Wenn Ihr das Buch erhalten habt, schreibt Ihr mir eine E-Mail oder hinterlasst mir einen Kommentar, damit ich den Überblick darüber behalte, wo sich mein Buch gerade befindet. Das Gleiche gilt, wenn Ihr das Buch weiterschickt. Die Adresse des Teilnehmers, der nach Euch dran ist, erhaltet Ihr natürlich auf diesem Wege auch von mir ;)
  3. Wenn Ihr Eure Rezension fertig habt, schickt mir bitte den Link dazu, damit ich diese unter diesem Post verlinken kann.
  4. Sonderregel: Da das Buch freundlicherweise von Julia Tarach selbst zur Verfügung gestellt wird, möchte ich Euch bitten, Euch eine nette Karte zu besorgen, auf der Ihr ein paar Worte an die Autorin richtet. Schreibt einfach, wie Euch das Buch gefallen hat oder was auch immer Euch auf der Zunge liegt. Diese Karten werde ich ihr dann gesammelt zukommen lassen.

Teilnehmer 

  1. Tanja S. vom Club der Bücherjunkie/FB (angekommen am /weitergegeben am) 
  2. Nina H. von Ninas Bücher 
  3. Silke B. von Aryas Booklounge
  4. Manuela B.
  5. Nicole S.
Durch die erhöhten Versandkosten ist die Teilnahme nur innerhalb Deutschlands möglich.

Ein großes Dankeschön nun auch nochmal an Frau Tarach, die die Wanderbuchaktion netterweise mit einem Leseexemplar unterstützt.

[Rezension] Shatter Me 01 - Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi

© Goldmann Verlag
Autorin: Tahereh Mafi
Übersetzerin: Mara Henke
Dt. Erstausgabe: 07/2012
Verlag: Goldmann
Format: Hardcover
Seitenzahl: 317
ISBN-10: 3442313015
ISBN-13: 978-3442313013
Preis: 16,99 €







Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

Dienstag, 18. September 2012

[Rezension] Lysanders Legenden 01 - Carla von Julia Tarach

© AAVAA Verlag
Autorin: Julia Tarach
Dt. Reihentitel: Lysanders Legenden
Dt. Titel: Carla
Dt. Erstausgabe: 04/2012
Verlag: AAVAA
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 256
ISBN-10: 3862540839
ISBN-13: 978-3-862-54083-9
Preis: 11,95 €





Nach einem ungewöhnlichen Traum entdeckt Carla Fähigkeiten an sich, die sie weder einschätzen noch kontrollieren kann und die einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Nicht nur, dass sie mehrere Prüfungen zu bestehen hat, die das Misstrauen von Lysanders Garde schwächen sollen - auch der Alltag wird zur Tücke, wenn Berührungen tödlich sind.

Inhalt

Carla ist sauer. Mal wieder hat ihr Christian den Auftrag gestohlen. Um sich abzureagieren, geht sie spontan feiern, aber auch dort erwarten sie nur Enttäuschungen. Am nächsten Monat erinnert sie sich an so gut wie nichts mehr außer einem seltsamen Traum. Doch was ist, wenn dieser Traum die Wirklichkeit war und jede Berührung zu eine tödlichen Gefahr wird?

Die Protagonistin

Carla ist ein ziemlich ehrgeiziger, aber vor allem impulsiver Mensch. In ihrer Wut ist sie kaum zu bremsen und als Leser schwankt man zwischen dem Respekt ihrem Durchsetzungsvermögen und Kampfgeist gegenüber und dem Mitleid für ihre "Opfer". Sie ist sarkastisch und ungeduldig, dafür liebt sie die Natur, weiß eine angenehme Stille zu schätzen und beweist durchaus auch Mitgefühl. 
Allerdings hat sie ein starkes Problem damit, sich an Regeln zu halten und stellt sich wirklich dumm dabei an. Nachdem sie ihre Verwirrung überwunden hat, ist sie etwas zu euphorisch und aus dem Kampf zwischen Ehrgeiz und gewissenhafte Skrupel gehen Letztere leider als Verlierer hervor.
Alles in allem ist sie ein sehr schwieriger Charakter, der die Leserwelt polarisieren wird.

Eigene Meinung

Der erste Teil der Reihe konnte mich positiv überraschen. Vermutlich war es das erste Buch in diesem Jahr, an das ich völlig neutral herangetreten bin und ich muss sagen, dass es echt schön ist, keinerlei Erwartungen zu haben und absolut nicht zu wissen, was auf einen zukommt. 

Dabei hätte mich das Cover vermutlich nicht gerade angesprochen. Rückblickend ist es aber sehr passend, auch wenn mich das Stachelhalsband weiterhin irritiert.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und der Schreibstil ist klar definiert, bildhaft und flüssig. Tarach bedient sich dabei einem subtil ironischem Humor, der mir das Lesen zu einem wahren Vergnügen gemacht hat. Ein jedes Kapitel beschreibt einen ganzen Tagesablauf und ist mit dem jeweiligen Wochentag betitelt. So war schon die Gliederung neu und erfrischend.

Die Geschichte kommt erst langsam ins Rollen, aber ist man einmal drin, kann man es nicht mehr zur Seite legen. Es ist aufregend neu und auf seine ganz eigene Art spannend. Durch die Ich-Perspektive bleibt der Leser genauso ahnungslos wie die Protagonistin und man wartet gebannt auf jede Erklärung. Die verbotene, schicksalhafte Liebe ist zwar altbekannt, aber so gut integriert, dass sie nicht vom Thema ablenkt. Nebenbei wird hier komplett auf Kitsch verzichtet, sodass ich mich persönlich mal wieder darüber gefreut habe, anstatt genervt zu sein. 

Es gibt noch so viel, dass ich Euch erzählen könnte, aber Ihr sollt bitte so ahnungslos sein wie ich.

Fazit

"Lysanders Legen 01 - Carla"  von Julia Tarach kriegt von mir sehr gut 4/5 Büchern. Es ist erfrischend neu und einfach anders. Es gibt so viele unbeantwortete Fragen, dass ich einfach wissen muss wie es weitergeht. Den Punktabzug hat das bisweilen sehr extreme, nicht nachvollziehbare Verhalten der Protagonistin zu verantworten, aber dadurch bleibt Spielraum für die Fortsetzung. Ganz klare Leseempfehlung!

Die Autorin

Julia Tarach, 1983 im Sauerland geboren und dort aufgewachsen, studierte nach dem Abitur Medienmanagement. Während ihres Studiums erlangte sie als freie Mitarbeiterin unter anderem Einblicke in die journalistische Tätigkeit. Das kreative Schreiben begleitete sie bereits seit ihrer Jugend, jedoch beschränkte es sich lange Zeit auf Kurzgeschichten und Gedichte. Erst 2012 erschien ihr Romandebüt, Lysanders Legenden, im Aavaa-Verlag.
www.juliatarach.de

Die Reihe

Lysanders Legenden
  1. Carla
  2. ??? 

Samstag, 15. September 2012

[Rezension] Flügelschlag von Jeanine Krock

© Heyne Verlag
Autorin: Jeanine Krock
Dt. Titel: Flügelschlag
Dt. Erstausgabe: 09/2010
Verlag: Heyne
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 720
ISBN-10: 3453527070
ISBN-13: 978-3-453-52707-2
Preis: 14,00 €






Als Juna, eine junge Ärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn Arian ist nicht nur ein gefährlich schöner Mann – er ist auch ein gefallener Engel. Und er wurde auf die Erde gesandt, um das rätselhafte Verschwinden der Schutzengel aufzuklären, die seit langer Zeit unter den Menschen wirken. Offenbar scheinen dunkle Widersacher der Engel dahinterzustecken. Und Juna könnte ihr nächstes Opfer sein ...

Das große romantische Engel-Epos - Geheimnisvoll, übersinnlich, unwiderstehlich!

Inhalt

Arian ist ein Vigilie, ein legendärer Wächterengel und zwar nicht irgendeiner, sondern der Beste. Allerdings hat er ein Geheimnis: er hat Gefühle und die sind strengstens untersagt. Dummerweise ist das nicht so geheim wie er dachte und er wird aus Elysium verbannt. 
Als gefallener Engel landet er bei Juna im Schrank. Die beiden fühlen sich direkt zueinander hingezogen, aber ihre Liebe ist eine Sünde und sie macht Mächte auf Juna aufmerksam, die mehr als gefährlich sind. Kann so eine Liebe Bestand haben?

Charaktere

Arian ist ein Vigilie, ein Wächterengel. Nach seiner Verbannung ist her hin- und hergerissen. Einerseits sehnt er sich zurück, andererseits genießt er seine Freiheit. Ironischerweise ist er mit seinen Gefühlen überfordert, jetzt da offen zeigen kann, dass er welche hat. Dementsprechend verwirrend für ihn ist das Zusammenleben mit Juna. Dabei ist schnell klar, dass er sehr viel für sie empfindet. Alles an ihr bezaubert ihn und das animalische Bedürfnis, sie zu schützen und als die Seine zu kennzeichnen, bringt ihn fast um den Verstand. 
Generell ist er sehr facettenreich. Im einem Moment aufmerksam und hilfsbereit, ist er im nächsten schon ein eiskalter Krieger. 

Juna ist eine sehr fürsorgliche Tierärztin, deren Leidenschaft der Beruf ist. Als Kind hatte sie es aber nicht leicht. Als hätte es nicht gereicht, dass man sie durch ihre Gabe, Engel zu sehen, für verrückt erklärt hat, so wurde noch zum Feuerteufel, weil immer mal wieder Brände entstanden, wenn sie emotional wurde. Dadurch wurde sie in der Familie hin- und hergeschoben bis sie zu ihrem verständnisvollen Großvater kam, der sie lehrte, ihre Gefühle zu kontrollieren. 
Sie ist mutig, liebe- und humorvoll. Sie hat kein Problem damit, ihre Meinung zu sagen  und hat generell eher ein Problem damit, sich zurück zu halten.

Eigene Meinung

"Flügelschlag" von Jeanine Krock weckt eher ambivalente Gefühle in mir. Das fängt schon beim Schreibstil an:

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt und die Perspektive wechselt zwischen Juna und Arian hin- und her. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Autorin drückt sich sehr ausgewählt aus. Auch an Beschreibungen mangelt es nicht, doch leider fängt hier meine Verwirrung an. Ist  der eine Moment noch total bildhaft, passieren plötzlich so viele Dinge, dass man nicht mehr weiß, wo man steht. Da kommt das Gehirn gar nicht mehr hinterher und das ist einfach nur nervig. Mich hat es eher aufgeregt, als dass ich mich daran hätte gewöhnen können.

Die Charaktere sind an sich nicht schlecht, sind aber leider durch den sprunghaften Schreibstil gestraft, da der Leser sich ständig fragt, was die Charaktere gerade tun und was sie sich dabei denken. Gerne werden auch Klischees eingebaut.

Nun zu der Geschichte. Es war zu viel! Es gab mehr Handlungsstränge als ich aufzählen kann und will und nicht mal die Hälfte davon hat einen gescheiten Abchluss. Schön und gut, dass es ein romantisches Happy End gab, das zugegeben auch mein Herz höher schlagen ließ, aber selbst das war unrealistisch und total verwirrend. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was da genau passierte und war schlicht und ergreifend enttäuscht!
Natürlich gab es auch Stellen, die mich unterhalten haben, ich habe auch mal gelacht oder wollte mal wissen, wie es weitergeht, aber meistens hab ich dann doch nicht so ganz verstanden, wie der Konflikt ausgegangen ist. Vieles ist einfach unrealistisch und unglaubwürdig - so würde sich einfach kein Mensch verhalten.

Das Cover ist noch das Schönste an dem Roman. Es ist schlicht und stilvoll und einfach passend.

Fazit

Flügelschlag von Jeanine Krock ist mittelmäßige Unterhaltung. Liest sich ganz nett, aber man sollte sich überlegen, ob sich über 700 Seiten in dem Fall lohnen. Es ist schlichtweg zu viel Inhalt in Kombination mit zu vielen Unklarheiten. Leseempfehlung nur für eingeschwore Engelliebhaber oder Jeanine Krock Fans.

Die Autorin

© Jeanine Krock
Jeanine Krock, in Braunschweig geboren, war unter anderem in Frankreich, Griechenland sowie Großbritannien als Model-Bookerin und Costumière tätig. Zudem hat sie im Musical-Theater gearbeitet und war in den letzten Jahren als Relocation Consultant tätig. Inzwischen lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Norddeutschland.

Die Reihe

  1. Flügelschlag
  2. Himmelsschwingen
  3. Feuerschwingen 

Mittwoch, 12. September 2012

[Rezension] Earth Girl 01 - Die Prüfung von Janet Edwards

© Rowohlt Verlag
Autorin: Janet Edwards
Originaltitel: Earth Girl
Dt. Reihentitel: Earth Girl
Dt. Titel: Die Prüfung
Dt. Erstausgabe: 09/2012
Verlag: rororo
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3499259028
ISBN-13: 978-3-499-25902-9
Preis: 9,99 €




Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität ver­leugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein ...

Inhalt

Jarra lebt in einer Zeit, in der die Menschheit auf anderen Planeten siedelt. Nur noch ein Bruchteil lebt auf der Erde und das nicht ohne Grund, denn diese Menschen können schlichtweg nicht anderswo überleben. Als die Minderheit, die sie nun mal darstellen, werden sie vom Rest der Bevölkerung bemitleidet, ignoriert oder missachtet. Die Kinder trifft es besonders schlimm, weil die meisten Eltern nicht dazu bereit sind, für ihr Kind auf die Erde zurück zu kehren. Jarra ist eines dieser Kinder und als solches voller Zorn. Um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen, lehnt sie sich gegen alles auf. Ihr großer Racheakt soll die Teilnahme am Vorstudium für den Kurs Geschichte an einer Uni eines anderen Planeten, um aller Welt zu beweisen, dass sie besser ist als jeder "Exo"...

Die Protagonistin

Jarra ist ein "Earth Girl". Sie gehört der Minderheit an Menschen an, denen es nicht möglich andere Planeten zu bereisen oder zu bewohnen. Da ihre Eltern nicht dazu bereit waren, auf der Erde zu leben, ist sie als "Waise" groß geworden, lediglich mit einer "Pro Mum" an ihrer Seite, die zwei Stunden die Woche für sie erübrigt. Die Pflichtsitzungen beim Therapeut sind für sie die reinste Folter und durch ihren Sturkopf konnte sie ihren Zorn nie ganz überwinden. Neben der unverarbeiteten Last, die sie täglich mit sich herumschleppt, ist sie aber auch clever, engagiert, talentiert und humorvoll. Ihre große Leidenschaft ist die Geschichte und wenn sie sich einmal was in den Kopf setzt, dann zieht sie das auch durch. Im Laufe der kommenden Ereignisse  muss sie aber vor allem beweisen, ob sie wirklich so stark ist wie sie jeden glauben lässt.

Eigene Meinung

"Earth Girl - Die Prüfung" von Janet Edwards ist der grandiose Auftakt zu einer neuen Trilogie und sowohl für die Autorin als auch für mich ein Debut. Denn es ist das erste Mal, dass ich mich nicht nur freiwillig mit einem Science Fiction Roman befasse, sondern vor allem, dass es mir gefällt - und wie er mir gefallen hat! 

Das Cover sagt wenig aus, aber zeigt, meiner Meinung nach, direkt, dass es sich hier um SciFi und NICHT um eine Dystopie handelt. Zugegeben, die Frau, die dort zu sehen ist, ist ziemlich hübsch, aber mir persönlich wäre der Roman so nie aufgefallen.

Der Schreibstil ist recht schlicht, aber dennoch informativ. Obwohl viel beschrieben wird, bleibt das Kopfkino doch eher spekulativ. Dennoch ist der Schreibstil flüssig und lädt zum Lesen ein.

Der Roman ist klar gegliedert und in sich abgeschlossen. So kam es für mich doch sehr überraschend als ich hörte, dass tatsächlich noch Bücher folgen. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich mich nicht auf die Folgebände freue, ganz im gegenteil, denn Edwards Debut ist mehr als vielversprechend.

Die Geschichte wird von Jarra erzählt und ist logischerweise aus der Ich-Perspektive verfasst. Sie beginnt kurz vor ihrem 18. Geburtstag und alles bis dahin ist als Einleitung anzusehen. Ab ihrer Volljährigkeit fängt der Spaß dann auch richtig an. Damit ihr Plan gelingt, schlüpft Jarra wirklich in die Rolle des Militärmädchens. Danach spielt der Großteil des Romans auf der Ausgrabungsstätte New York. Hört sich das langweilig an? Vielleicht. Ist es langweilig? Auf keinen Fall!
Denn im 28. Jahrhundert ist unser Planet nicht mehr annähernd so gezähmt wie er jetzt ist und es kann schon lebensgefährlich sein, nur einen Fuß vor die Haustür zu setzen.

So beweist Edwards, dass ein einfaches Setting genügt, um ein spannendes und mitreißendes Werk zu schaffen, das weit mehr als nur eine nette Geschichte für zwischendurch ist. Denn ihre beängstigend glaubwürdige Zukunftsvision befasst sich mit Rassismus, Mobbing und Behinderung. Durch die zwangsläufige Ausgrenzung der behinderten Menschen - den Menschen, denen es nicht möglich ist, den Heimatplaneten zu verlassen - kommt es ja erst zu der Situation, in der ein wütendes Mädchen, das sich von allen buchstäblich verlassen fühlt, aller Welt beweisen will, dass sie genauso Mensch ist wie jeder andere auch. Doch Edwards genügt es nicht, auf die Missstände aufmerksam zu machen, sie belehrt den Leser sogar: Jarras eigene Vorurteile gegenüber den gesunden Menschen weichen im Laufe ihrer Entwicklung - und ebenso der anderen Figuren - weitaus angenehmeren Empfindungen, auch wenn sie es sich selbst nicht eingestehen möchte. Nebenbei wird die Protagonistin sowohl physisch als auch psychisch an ihre Grenzen geführt und symbolisiert deutlich, was viele weniger Begünstigte erdulden müssen.

Fazit

Science Fiction, die überzeugt und dabei auch noch moralisch wertvoll ist. Edwards feiert mit dem ersten Teil der Earth Girl-Trilogie ein Debut, das es in sich hat. Verdiente 5/5 Büchern.

Die Autorin

Janet Edwards lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Birmingham. Sie hat in Oxford Mathematik studiert und ist ein großer Science-Fiction-Fan. 
Mehr zu der Autorin auf: http://www.janetedwards.com/ 

Die Reihe

Earth Girl Trilogie
  1. Die Prüfung / Earth Girl (Earth Girl #1)
  2. Die Begegnung / Earth Star (Earth Girl #2)
  3. ??? / Earth Flight (Earth Girl #3) (erscheint ???)

Originalcover

Dienstag, 11. September 2012

[Rezension] Flammen über Arcadion (Carya #1) von Bernd Perplies

© Egmont Lyx Verlag
Autor: Bernd Perplies
Dt. Reihentitel: Carya Trilogie
Dt. Titel: Flammen über Arcadion
Dt. Erstausgabe: 09/2012
Verlag: Egmont LYX
Format: Hardcover
Seitenzahl: 525
ISBN-10: 3802586379
ISBN-13: 978-3-802-58637-8
Preis: 19,99 €



Kaufen könnt Ihr den Roman gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.
Nach dem Großen Krieg sind weite Teile der Welt verwüstet. Angst und Aberglaube beherrschen die Menschen. Die sechzehnjährige Carya lebt mit ihren Eltern in Arcadion. Eines Tages muss sie mit ansehen, wie ein junger Mann von den Schwarzen Templern festgenommen wird. Er soll von der Inquisition gefoltert werden. Voller Wut schießt Carya auf zwei der Inquisitoren und ist fortan auf der Flucht. Ihre einzige Hoffnung ist der junge Templersoldat Jonah, der sein Leben aufs Spiel setzt, um Carya zu retten.

Inhalt

Carya lebt in Arcadion, eine der wenigen Zufluchtsstätten, die den Menschen nach dem Sternenfall noch geblieben sind. Sie ist sehr wohlbehütet aufgewachsen, geht auf eine angesehene Schule und verbringt ihre Freizeit mit der Templerjugend. Das alles macht sie zu einem Vorzeigekind, wie es im Buche steht.
Doch an dem Tag, an dem ihre beste Freundin, Rajael, Carya nach der Schule abfängt, kommt alles anders. Sie erklärt ihr, dass ihr Freund, Tobyn, ein Invitro ist und dafür von der Inquisition geschnappt und verurteilt wurde. Invitros sind künstlich erschaffene Menschen, die sich in nichts von ihnen unterscheiden, abgesehen davon, dass sie gezüchtet wurden und selbst unfruchtbar sind. Um ihren Geliebten ein letztes Mal zu sehen, bittet Rajael Carya darum, sie beide in den Tribunalpalast zu schleusen. Mit einiger Mühe gelingt ihnen das auch, aber die Umstände erfordern eine radikale Tat, durch die Carya selbst in die Schusslinie gerät. Die einzige Möglichkeit ist die Flucht und ausgerechnet ein Templergardist hilft ihr dabei…

Charaktere

Carya ist sehr wohlbehütet aufgewachsen, gut und gottesfürchtig erzogen. Sie ist Schülerin an einer angesehenen Schule, die dem Lux Dei ergeben ist, und ihre Freizeit verbringt sie freiwillig mit der Templerjugend. In ihrem Kokon aus Unwissenheit fühlt sie sich geborgen und möchte auch gar nicht mehr aus Arcadion fort. Ihr primäres Ziel ist es, den jungen Templer Ramin für sich zu gewinnen bis zu dem Tag, an dem Tobyn gerichtet werden soll. Ihre Seifenblase zerplatzt auf sehr unschöne Weise und sie muss nicht nur schnell erwachsen werden, sondern vor allem Verantwortung übernehmen. Überraschenderweise kommen immer in den richtigen Momenten, die passenden Fähigkeiten zum Vorschein, auch wenn sie selbst nicht weiß, woher diese stammen. Für ihre Freunde und auch anderen Menschen in Not geht sie große Risiken ein und ihre Entwicklung ist einfach toll.

Jonan kommt aus sehr gutem Hause und ist daher von Kindesbeinen dem Druck ausgesetzt, den Erwartungen seines strengen Vaters gerecht zu werden. So landet er auch bei den Templern, ist es doch laut seinem Vater die bestmögliche Karriere für einen jungen Mann. Alles schön und gut, aber er selbst hasst es. Zuerst fühlt er sich nur gezwungen, weiß aber die Menschen und ihre Arbeit zu akzeptieren, aber je mehr Zeit er dort verbringt und je härter die Aufträge werden, umso mehr beginnt er an seinem Glaubenskonstrukt, der Regierung und seiner Laufbahn zu zweifeln. Carya ist der Anstoß, der den Stein ins Rollen bringt und das ist gut so, denn er blüht förmlich auf. Nachdem er alles abgeschüttelt hat, was ihn belastet, beweist er Effizienz, Intelligenz, Ideenreichtum und Umsetzungsvermögen. Er ist die Stütze, die Carya braucht und auch er beweist Mut und Aufopferungsbereitschaft. 

Die beiden zusammen ergeben einfach ein tolles Team.

Eigene Meinung

"Flammen über Arcadion" hat all meine Erwartungen erfüllt. Als ich das Cover zum ersten Mal sah, wusste ich, dass ich diesen Roman lesen muss. Allerdings habe ich mit einem Fantasyroman, anstelle einer Dystopie gerechnet. Doch das ist nicht weiter schlimm, denn dieses Genre hat mein Herz im Sturm erobert.

Kommen wir nochmal auf das Cover zurück. Es ist sehr stilvoll, ansprechend und passt sowohl thematisch als auch inhaltlich. Vor dem Hintergrund der rauchgeschwängerten Stadt Arcadion, die von Ruinen des Ödlands umgeben ist, sieht man eine Hand, die eine Rose hält, die langsam zu Staub zerfällt. Der Titel und die Aschestückchen stehen hervor und in die Rose sind Fragmente eingebaut, die im Licht funkeln. Klappt man das Buch auf, erwartet einen eine tolle Illustration, die einen weiteren Blickwinkel auf die Stadt ermöglicht. Über jedem Kapitelauftakt ist ein Kreuz abgebildet und ein Lesebändchen vervollständigt den Lesespaß.

Perplies führt uns in aller Ruhe in die Geschichte ein und bedient sich dabei eines etwas anderen Romanauftaktes. In dem Fall kriegt man als Erstes die Worte zu lesen, die Carya für ihren Aufsatz über Arcadion verfassen musste. Durch die Kommentare der Lehrerin erfasst man sofort, wie Caryas Weltanschauung ist und wie sie im Optimalfall sein sollte. Danach lernt man einige Charaktere aus ihrem Bekanntenkreis kennen  bis die Erzählung aus Sicht von Jonan weitergeht. Die Geschichte ist nämlich auf zwei Handlungssträngen aufgebaut, die sich irgendwann zu einem verknpüfen - dabei findet eben ein regelmäßiger Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten statt. Erzählt wird in der dritten Person.

Nachdem man nun die bis dahin wichtigen Personen kennengelernt hat, kommt das einschlägige Erlebnis, das das Leben der Protagonisten grundlegend verändert und die Geschichte ins Rollen bringt. Die Spannung steigert sich ebenso wie das Tempo und das Buch entwickelt sich zu einem reinen Pageturner. Viele unerwartete Wendungen erwarten einen und an Action mangelt es nicht. 

Die Charaktere sind unglaublich liebenswürdig gestaltet und man hat das Gefühl sie alle persönlich zu kennen. Ein jeder trägt seinen Teil zu der Geschichte bei und es fällt schwer, irgendeinen von ihnen zu bevorzugen. Sie sind einzigartig und authentisch und überzeugend lebhaft.

Mein persönliches Highlight war das Setting in Europa, das die Geschichte für mich zu einer glaubhaften Zukunftsvision macht. Erschreckend und überzeugend gleichzeitig.

Auch wenn der Roman einen Abschluss hat, lässt Perplies genug Baustellen und Fragen offen, um den Leser in freudiger Erwartung zurück zu lassen.

Fazit

Meine erste deutsche Dystopie, die auch noch alle Erwartungen übertroffen hat. Spannend und beängstigend glaubwürdig, mit der perfekten Mischung aus Liebe, Humor und Action. Definitiv eines meiner Lesehighlights im September!

Der Autor

Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Film- und Literaturwissenschaft in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. Er ist Redakteur der Website Ringbote.de sowie des "Corona Magazine" und gehört zum Übersetzungsteam der "Star Trek"-Romane von Cross Cult. Im August 2008 kam sein Debütroman "Tarean - Sohn des Fluchbringers" auf den Markt, weitere Werke folgten."Drachengasse 13" ist sein erstes Kinderbuch. Bernd Perplies lebt in Wiesbaden, zusammen mit etwa 1000 Büchern und einer einzelnen tapferen Grünpflanze.

Mehr über ihn erfahrt ihr auf: www.bernd-perplies.de

Die Reihe  

  1. Flammen über Arcadion
  2. Im Schatten des Mondkaisers
  3. Das geraubte Paradies 
 
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