Donnerstag, 18. April 2013

Top Ten Thursday # 112

10 Bücher, deren Titel mit einem G beginnen (Der, Die, Das zählt nicht)

  1. Göttin der Liebe - Mythica 01 von P. C. Cast
  2. Göttlich verdammt von Josephine Angelini
  3. Gegen das Sommerlicht von Melissa Marr
  4. Der goldene Kompass von Philip Pullman
  5. Die Gewürzhändlerin von Petra Schier
  6. Gilde der Jäger 02 - Engelszorn von Nalin Singh
  7. Die goldene Brücke - Zeitenzauber 2 von Eva Völler
  8. Grischa 01 - Goldene Flammen von Leigh Bardugo
  9. Gezeichnet - House of Night 01 von P. C. Cast
  10. Gekrönt - Tales of Partholon 03 von P. C. Cast
Puh, ich hätte noch einige mehr, aber bei 10 ist Schluss :D wie war Euer TTT?

[Rezension] Elysion von Thomas Elbel


© Piper Verlag
 Der Autor: Thomas Elbel
Originaltitel: Elysion
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Piper
Seitenzahl: 480
ISBN-10: 3492268811
ISBN-13: 978-3-492-26881-3
Preis: 9,99 €

Kaufen könnt Ihr den Roman gleich hier.





Das Jahr 2135. Um ihr Überleben in einer verwaisten Metropole zu sichern, dealt die siebzehnjährige Cooper Kleinschmidt mit der Droge Teer. Eine Droge, die ihren Usern außergewöhnliche Kräfte verleiht und nur durch die Tötung eines Malach gewonnen werden kann, jener gottgleichen Wesen, die über außergewöhnliche Macht verfügen und im »Elysion« außerhalb der alten Städte leben. Als Cooper auf ihrer Jagd nach Teer auf einen Malach trifft, der ihr eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt, beginnt für sie eine Reise durch eine zerstörte, gefährliche Welt, in der eine falsche Entscheidung das Ende bedeuten kann.

Inhalt


Cooper lebt in einer Welt, die buchstäblich in Trümmern liegt. Man hat die Wahl zwischen einer Diktatur im Elysion oder Anarchie in den Städten.
Das Elysion wird gestützt durch die Existenz der Malachim, von Gott gesandte Wesen, die die Menschen auf den rechten Pfad führen sollen und keinerlei Skrupel haben, ihren Willen durchzusetzen.

Gemeinsam mit ihren Freunden Stacey und Brent verdingt sich Cooper als Malach-Mörderin. Denn die Substanz, die übrig bleibt, wenn die Malachim durch Stromeinfluss sterben, ist eine beliebte Droge in der Stadt.
Bei einem solchen Jagdausflug geht allerdings etwas schief und Cooper ist plötzlich mit einem der verhassten Wesen verbunden. Anfangs will sie nichts von der Verbindung wissen, doch um das Leben ihrer Stiefmutter zu retten, muss sie ihn finden, denn nur er kennt den Weg zu ihrer Rettung…

Charaktere


Cooper musste als Kind mit ansehen wie ihre Eltern ermordet wurden und lebte daraufhin bei einer der vielen Banden der Stadt. Dort wurde sie von Big Mama großgezogen und aus ihrer Freundin Stacey wurde bald so etwas wie eine Schwester für sie. Im Gegensatz zu dieser hat Cooper aber begriffen, dass man es als Mädchen in dieser Welt nicht leicht hat und so fing sie an, sich wie ein Junge zu kleiden und ihre Haare dementsprechend kurz zu tragen. Durch Zufall entdeckt sie die Droge Teer, deren Beschaffung daraufhin ihren Lebensunterhalt ausmacht.
Sie ist tough, intelligent und kämpferisch. Ihr Hass gegen das hiesige Glaubenskonstrukt und die Malachim treiben sie an. Sie schätzt ihre Unabhängigkeit und sie würde lieber in Freiheit sterben als im Elysion unter einer diktatorischen Herrschaft zu leben.

Stacey ist das genaue Gegenteil von Cooper. Sie ist ebenso zierlich wie zartbesaitet und ihr Äußeres könnte kaum Puppenhafter sein. Sie klammert sich krampfhaft an die Vorstellung, dass Brent, Cooper, Big Mama und sie eine Familie sind und übersieht dabei geflissentlich die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen. Ebenso wenig scheint sie sich darüber bewusst zu sein, dass sie stets nur ein Klotz am Bein ist und nichts zur Jagd beiträgt, dennoch will sie stets dabei sein. Da wundert es kaum, dass ihre Beziehung zu Brent alles andere als optimal ist und sie sich generell von ihm unterbuttern lässt.

Brent sieht gut aus und das weiß er. Für ihn ist er selbstverständlich, dass er ein Mädchen hat, das ihn befriedigt, auch wenn er sich lieber jemand anderen wünschen würde. Trotz seiner Großspurigkeit, seiner Arroganz und Drogensucht ist er kein schlechter Freund und er lässt seine Freundinnen nicht im Stich. Allerdings macht er auch keinen Hehl daraus, dass sie es bereuen würden, wenn diese ihn jemals betrügen, benutzen oder zurücklassen würden.

Eigene Meinung


Elysion“ von Thomas Elbel ist eine interessante Mischung aus Dystopie, Fantasy und Science Fiction.

Der Schreibstil ist angenehm, schlicht und flüssig und steht dazu im starken Kontrast zu der Komplexität, die diesem Werk innewohnt. Gleichzeitig ist dieser keinesfalls simpel, beweist Elbel doch seine Anpassungsfähigkeit mit jeder neuen Perspektive. Das Geschehen wird nämlich aus Sicht einer Vielzahl von Figuren geschildert, die durch den personalen Erzählstil dem Leser nahegebracht werden.
Nicht nur ist der Sprachgebrauch an die jeweilige Person angepasst, ebenso die Syntax und der komplette Erzählstil passen sich unauffällig an. So hat man lange, komplexe Sätze bei einem Professor, hingegen kurze, schlichte bei einem kleinen Kind. Bei Kampfszenen unterstreichen Stakkatoartige Sätze die dort herrschende Hektik und Panik.

Mit den Charakteren hat man es am Anfang nicht leicht. Durch mangelnde Kennzeichnungen und die schlichte Masse der Figuren, ist man zu Anfang leicht verwirrt. Dies legt sich allerdings wieder, spätestens dann, wenn man begreift, dass jeder noch so willkürlich erscheinende Handlungsstrang von Anfang an entweder mit Cooper oder dem mit ihr verbundenen Malach verknüpft ist. So widersetzt sich Elbel dem gängigen Zwei-Perspektiven-Model und schafft ein komplexes Konstrukt, das viele Figuren miteinander verknüpft und verliert dabei trotzdem nicht den roten Faden.

Die Charaktere selbst sind ebenso individuell wie authentisch. Sie sind so facettenreich und plastisch, dass man nach einiger Zeit das Gefühl hat, sie wirklich zu kennen, ihre Stimmen zu hören und ihre Mimik und Gestik vor sich sieht. Innerhalb weniger Kapitel können diese den unweigerlich auftretenden ersten Eindruck gleich wieder revidieren und durchleben auf nur knapp 460 Seiten Wandlungen, die nicht viele Autoren so glaubhaft darstellen können.

Die Geschichte definiert sich durch ihre Unvorhersehbarkeit. Immer wenn ich dachte, ich wüsste endlich, worauf das Ganze hinausläuft, wurde ich wieder überrascht. So begleitete ich Cooper zwar eher ziellos auf ihrem Weg, war dadurch aber auch umso neugieriger. Zwischenzeitlich erscheint es dem Leser so als ob es mehr Konflikte als Lösungsansätze geben würde und wieder musste ich mich fragen wie das wohl zu lösen sei. Bei manchen Figuren war es bis zum Schluss nicht offensichtlich, welche Rolle ihnen zugedacht war, umso interessanter war dann aber das Aufeinandertreffen aller Handlungsstränge.

Ich hatte die Befürchtung, dass der Showdown mich enttäuschen würde. Gleich von Anfang hat Elbel so ein hohes Tempo vorgelegt, dass ich dachte, das sei nicht mehr zu toppen. Ganz unrecht hatte ich damit nicht, denn das Tempo wurde letztlich wirklich nicht mehr gesteigert, abgesehen von einigen Sprüngen, die so ziemlich jede „überflüssige“ Sequenz gestrichen haben. Die Spannung war schon vorher an einem Punkt, der kaum zu überbieten war und ich war schon an dem Punkt, an dem ich dachte, es sei vorbei und das in einem mittelmäßigem Sinn, und dann zückt Thomas Elbel sein Ass und mir klappte die Kinnlade runter. Ich hätte niemals erwartet, dass er noch ein Überraschung für uns hat, aber das hatte er und was für eine!

So kam es, dass ich das Buch zufrieden und mit einem Grinsen im Gesicht beendet habe – und sollte das nicht genau so sein?

Fazit


Thomas Elbels „Elysion“ ist ein wahrhaft einzigartiges Buch. Ein Roman, der sich nicht nur durch den außergewöhnlichen Genremix, sondern auch durch eine allgemeine Unvorhersehbarkeit definiert. Außergewöhnliche und vor allem authentische Charaktere mögen in ihrer Vielzahl zu Anfang verwirrend sein, doch ist man einmal drin, kann man ob ihrer Lebendigkeit nur staunen. Es hat zwar ein wenig gedauert haben bis ich im Elysion angekommen war, kleinere Unstimmigkeiten haben mich ein wenig gestört, trotzdem wurde ich grandios unterhalten und vergebe mit Freuden 5/5 Bücher!

Der Autor



Thomas Elbel, Jahrgang 1968, aufgewachsen hinter den beschaulichen Kulissen Hildesheims, studierte Rechtswissenschaften, die bekanntlich dunkelste aller dunklen Künste, in Deutschland und den USA. Anschließend erlitt er einen jahrelangen Anfall beruflicher Gestaltwandelei. Als Anwalt, Syndikus, Doktorand, Dozent und schließlich Ministerialreferent versuchte er sich an der Stiftung maximalen Unheils, nur um sich am Ende vor seinen Verfolgern mit knapper Not in eine Professur zu retten. Unheilvolle Zukunftsszenarien von Blade Runner bis Matrix faszinierten ihn schon seit früher Jugend. Nachdem sein Plan, die Welt an den Rand des Abgrunds zu bringen, vorerst gescheitert ist, zerstört er sie jetzt von seinem Wohnort Berlin aus zumindest literarisch. »Asylon« ist sein Romandebüt.

Weitere Romane


© Piper Verlag
 

Mein Dank geht an...


...Lovelybooks und den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Desweiteren an Thomas Elbel für die Teilnahme an der Leserunde und den regen Austausch!

Dienstag, 16. April 2013

[Rezension] Beautiful Disaster von Jamie McGuire

© Piper Verlag
Autorin: Jamie McGuire
Originaltitel: Beautiful Disaster (Beautiful #1)
Titel: Beautiful Disaster
Dt. Erstausgabe: 04/2013
Verlag: Piper
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 349230334X
ISBN-13: 978-3-492-30334-7
Preis: 9,99 €




Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Als sie Travis zum ersten Mal in die Augen blickt, ist nichts mehr wie zuvor. Abby fühlt sich unwiderstehlich von ihm angezogen, obwohl er alles ist, was sie nicht will: ein stadtbekannter Womanizer, arrogant, unverschämt – aber leider auch unverschämt sexy. Doch dann lässt Abby sich auf eine verhängnisvolle Wette mit ihm ein und gerät in ein gefährliches Spiel voller Hingabe und Leidenschaft, das sie bis an ihre Grenzen treibt…

Inhalt

Abby nutzt ihre Chance, ihrer zwielichtigen Vergangenheit zu entfliehen, und schreibt sich gemeinsam mit ihrer besten Freundin, America, am College ein. Dort trifft sie auf Travis, den Herzensbrecher schlechthin. Von Anfang an macht sie klar, dass sie nicht an Sex interessiert ist und so werden die beiden tatsächlich Freunde. Dabei weiß doch jeder, dass „platonische“ Beziehungen nur ein Gerücht sind, oder?

Charaktere

Abigail Abernathy kommt aus einer Familie, die vom Glücksspiel beherrscht wurde. Ihr Vater war einer der größten Pokerspieler aller Zeiten, der allerdings seine Tochter dafür verantwortlich macht, dass seine Glückssträhne ein Ende hat. Als „Lucky Thirteen“ war sie sogar in den Medien. Das College bietet ihr die Fluchtmöglichkeit, die sie gesucht hat. Dort versteckt sie sich hinter einer biederen Fassade, die allerdings nicht lange anhält…

Travis Maddox ist der Casanova des Colleges. Sein Studiendarlehen zahlt er durch die Teilnahme an illegalen Kämpfen ab und insgesamt schreit alles an ihm „Bad Boy“. Dass auch er sich nur hinter einer verkorksten Fassade versteckt, ist nicht einmal seiner männlich dominierten Familie bewusst.

Eigene Meinung

Beautiful Disaster“ von Jamie McGuire ist eine tolle Geschichte, die voller Überraschungen steckt.

Aus Sicht der Protagonistin, Abby, erlebt man, dank der Ich-Perspektive, hautnah das Auf- und Ab der Gefühle, das sich hinter dem recht vagen Titel verbirgt. Der Sprachgebrauch ist modern, jugendlich und angepasst. McGuires Schreibstil fesselt den Leser mit einer Leichtigkeit, die die Seiten nur so dahinfliegen lässt.

Die Charaktere sind authentisch und greifbar. Sie überzeugen durch ihre vielfältigen Facetten und vor allem dadurch, dass sie sich weiterentwickeln und wachsen. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen beschränkt McGuire sich keineswegs auf die beiden Liebenden, sie gestaltet ein lebhaftes, abwechslungsreiches Umfeld.

Die Geschichte ist an sich recht schlicht und keinesfalls innovativ, dennoch schlägt sie den Leser in ihren Bann. Das liegt vor allem an den unerwarteten Wendungen, ungeklärten Verhaltensmustern und den vielen kleinen Überraschungen.

Die Lovestory ist alles andere als normal, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Wie der Titel schon verrät, gestaltet sich Travis’ und Abbys Beziehung als das reinste Desaster, ohne dabei aber allzu stark an den Nerven zu zehren.

Durch den recht nichtssagenden Klappentext bin ich, und wahrscheinlich noch einige andere Leser, mit einer ziemlich niedrigen Erwartungshaltung an dieses Buch herangetreten. Typisch kombinierte Schlagwörter wie z.B. „Hingabe“, „verhängnisvoll“ und „Leidenschaft“ ließen mich den derzeit trendigen Schund à la Shades of Grey befürchten. Doch weit gefehlt! So sexy Travis auch sein mag, so knisternd die Atmosphäre erscheint, schnell wird klar: es geht mal nicht um Sex. Nicht, dass es keine pikanten Szenen gäbe, aber genau genommen sind diese kaum erwähnenswert. Die wohl größte und angenehmste Überraschung sind die vertauschten „Machtverhältnisse“, denn in diesem Szenario ist der Mann unsterblich verliebt, hingegen die Frau gelinde gesagt reserviert. Abby macht es Travis nicht leicht, was vor allem daran liegt, dass das ach so brave Mädchen eine weitaus dunklere Vergangenheit als der Bad Boy Travis hat. Die beiden sind eine explosive Mischung, deren Verhalten nicht nur ihren Freundeskreis, sondern auch den Leser berührt.

Heftige Wortgefechte und eine Prise Humor strapazieren die Lachmuskeln. Dass McGuire gelegentlich zu Übertreibungen neigt und das Finale eine Überspitzung schlechthin ist, kann man insofern verzeihen, als dass es einfach zu diesen beiden extremen Persönlichkeiten passt.

Das Cover ist ein Eyecatcher, der ebenso wenig über den Inhalt preisgibt wie der Klappentext. Ich selbst bin leider auch noch nicht dahinter gekommen, wofür der Schmetterling in dem Glas steht, aber es ist immerhin schön anzusehen.

Fazit


Jamie McGuires „Beautiful Disaster“ ist eine Geschichte, die voller Überraschungen steckt und deren Titel Programm ist. Selten erlebt man solch lebendige Charaktere, die einer Naturgewalt gleichkommen. Ihr Zusammenstoß wirkt sich auf den Leser aus und hält diesen fest im Griff. Die Geschichte übertrifft alle Erwartungen und eine gesunde Prise Humor lockert das Ganze wieder auf. Man erlebt eine Achterbahn der Gefühle und verliebt sich vielleicht sogar ein bisschen, in meinem Fall, in Travis. 

Die Autorin

Jamie McGuire ist in Tulsa, Oklahoma, aufgewachsen und hat unter anderem Radiologie studiert. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer zehn Hektar großen Farm in der Nähe ihrer Heimatstadt. Beautiful Disaster veröffentlichte sie zunächst selbstständig als eBook, das es bis in die Top 10 der New York Times-Bestsellerliste schaffte. Die Printausgabe konnte diesen Erfolg sogar noch überbieten. Beautiful Disaster ist Jamie McGuires erster Roman, der auf Deutsch erscheint.  

Die Reihe


  1. Beautiful Disaster / Beautiful Disaster (Beautiful #1)
  2. ??? / Walking Disaster (Beautiful #2)

Das Originalcover 

Mein Dank geht an...

... den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Montag, 15. April 2013

[Rezension] Die Wächter 02 - Vampire's Kiss von Veronica Wolff

© Piper Verlag
Autorin: Veronica Wolff
Originaltitel: Vampire's Kiss (The Watchers #2) 
Titel: Die Wächter - Vampire's Kiss 
Dt. Erstausgabe: 02/2013
Verlag: Piper 
Seitenzahl: 336
ISBN-10: 3492268617
ISBN-13: 978-3-492-26861-5
Preis: 12,99 €




Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die mysteriöse »Isle of Night« ist der Sitz eines mächtigen Vampirclans, der dort seine Wächter ausbildet. Diese Acari sind junge Mädchen, die nichts zu verlieren haben – außer ihrem Leben. Drew ist eine von ihnen und hat das erste Jahr mit Bravour bestanden. Nun wird sie gemeinsam mit dem düsteren – und attraktiven – Vampir Alcántara auf eine lebensgefährliche Mission geschickt: Ein Angehöriger des Clans wurde entführt, von Vampiren, die so abgrundtief böse sind, dass Drew und Alcántara keine Chance zu haben glauben. Es sei denn, sie setzen alles auf eine Karte ... 

Inhalt

Annelise hat es geschafft! Mit Müh und Not hat sie den großen Wettkampf im letzten Semester nicht nur überlebt, sondern auch gewonnen. Der Preis war eine Mission mit dem undurchsichtigen und attraktiven Vampir Alcantára. Dass damit nicht so alle einverstanden waren, war Annelise von Anfang an bewusst, aber was danach auf sie zukommt, hat sie so nicht geahnt. Dass sogar ihre Freunde anfangen, sie zu meiden, kann sie nun auch gar nicht verstehen. Von einem Vampir bevorzugt zu werden, kann in ihrem Fall doch nur gut sein, oder etwa doch nicht?

Eigene Meinung

Mit „Vampire’s Kiss“ ist Veronica Wolff eine tolle Fortsetzung ihrer Wächterreihe gelungen.


Der Schreibstil ist locker, jugendlich und frisch. Schon nach wenigen Seiten hat uns Annelise mit ihrem humorvollen und modernen Sprachgebrauch in den Bann gezogen. Viele Erinnerungen verknüpfen Band 1 und 2, sodass der Einstieg trotz zweijähriger Wartepause überraschend leicht fällt. Nebenbei ist Annelises 6-Punkte-Plan nicht nur ein amüsantes Mittel, sondern der perfekte Zündstoff für das Gedächtnis. Durch die Ich-Perspektive wird man mit der vollen Ladung Teenagerhormonen konfrontiert, die überraschend charmant verpackt sind.

Dafür fallen die Charaktere ziemlich flach aus. Dass Annelise in diesem Band eine ziemliche Egoschiene fährt, macht es den anderen Figuren nicht leicht, einen Platz auf der Bühne zu ergattern. Sie geistern zwar immer am Rand rum, sind aber nur mittelmäßig präsent, obwohl sie ihre Existenz förderlich für die vielen auftretenden Konflikte sind.

Annelise selbst macht eine recht unangenehme Entwicklung durch, die sie hoffentlich im dritten Band hinter sich lassen wird.

Eine Liebesgeschichte ist weiterhin nicht wirklich vorhanden, auch wenn das Thema dem Titel entsprechend einen großen Platz beansprucht hat. Allerdings sind es meiner Meinung nach ein paar zu viele potenzielle Männer und ich bin gespannt wie Wolff das lösen wird. Immerhin verzichtet sie auf gängige Klischees und romantisiert das harte Leben auf der Isle of Night weiterhin nicht.

Die Geschichte selbst macht Spaß und ist meiner Meinung nach weitaus interessanter als sein Vorgängerband. Der Handlungsverlauf ist ganz anders als erwartet, dafür erwarten den Leser auch wesentlich mehr Lacher als spannende Actionszenen.
Wolff definiert sich durch kurze Kapitel, die keinen Raum für „überflüssigen“ Tand lassen, obwohl die Geschichte, meiner Meinung nach, etwas lebendiger geworden wäre, wenn manche Szenen etwas ausgeschmückt worden wären. Zu 90% reduziert sie sich auf das Nötigste und viele Zeitsprünge sorgen für minimale Verwirrung.

Die geheimnisvollen Charaktere mögen flach erscheinen, machen diesen Roman aber umso mysteriöser und die Handlung interessanter. Harte Szenen treffen auf banale Teenagerprobleme und viele offene Baustellen lassen den Leser neugierig zurück.

Fazit


Veronica Wolffs "Vampire's Kiss" ist eine überaus gelungene Fortsetzung, die mir sogar noch einen Hauch besser gefallen hat als Band 1. Die Nebencharaktere sind zwar etwas farblos im Vergleich zur Protagonistin, aber ihre Undurchsichtigkeit macht einen Teil des Chames aus. Viel Humor in Kontrast zu brutalen Szenen definieren die Geschichte. 5/5 Bücher für einen zweiten Teil, der Lust auf mehr macht!

Die Autorin



Veronica Wolff, geboren in den USA, lebte lange in Indien und studierte dort Sprachen und fernöstliche Kunst. Nach ihrer Rückkehr nach Kalifornien nahm sie einen Job in einem Internetunternehmen an, entdeckte jedoch bald das Schreiben als ihre wahre Aufgabe. Ihre romantischen Abenteuerromane wurden in den USA zu Bestsellern. Mit ihrer neuen Serie »Isle of Night« gibt Veronica Wolff ihr Debüt in Deutschland.

Die Reihe


Die Wächter Reihe
1. Isle of Night / Isle of Night (The Watchers #1)
2. Vampire's Kiss / Vampire's Kiss (The Watchers #2)
3. ??? / Blood Fever (The Watchers #3)
4. ??? / The Keep (The Watchers #3) 

Das Originalcover



Mein Dank geht an...



...den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 

[Rezension] Die Auserwählte von Jennifer Bosworth

© Goldmann
Autorin: Jennifer Bosworth
Originaltitel: Struck 
Titel: Die Auserwählte 
Dt. Erstausgabe: 02/2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3442477018
ISBN-13: 978-3-442-47701-2
Preis: 12,99 €




Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?
  

Inhalt 

Nach einem gewaltigen Unwetter mit darauf folgendem Erdbeben liegt Los Angeles in Trümmern. Die Menschen haben sich in zwei Lager gespalten - die Suchenden und die Jünger des weißen Propheten. Sie bekämpfen sich gegenseitig, aber in einem Punkt sind sie sich einig: die Welt steht vor dem Untergang und Mia ist der Schlüssel. Stellt sich nur die Frage, ob sie die Welt retten oder zerstören wird...

Die Protagonistin

Mia Price ist süchtig. Süchtig nach Blitzen. Ihr Körper ist übersät von Blitzschlagnarben - der Beweis dafür, wie oft sie wirklich schon getroffen wurde. Die Menschen meiden sie, weil sie unbewusst wissen, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Dabei will sie niemandem etwas tun und kämpft dafür, ihre Familie zusammen zu halten. Sie verdeckt ihre Narben und versucht, ihre Vergangenheit zu vergessen. Als sie zum Spielball der gegnerischen "Sekten" wird, stellt sie ihre eigenen Bedürfnisse hinter das Wohl ihrer Familie und gerät so mehr als einmal in Gefahr. Doch das ist es ihr wert, denn nur so kann sie die Schuld begleichen, die seit dem tragischen Unfall aus ihrer Vergangenheit auf ihr lastet...

Eigene Meinung

"Die Auserwählte" von Jennifer Bosworth ist eine Geschichte, so einzigartig und anders, dass es dem Leser nicht leicht fällt, diese zu bewerten.

Der Schreibstil ist schlicht, aber flüssig. Aus der Ich-Perspektive erzählt Mia ihre Geschichte und entführt den Leser in ihre abstrakte Welt. Die Geschichte lebt von einer Menge Dia- und Monologen und ist in 5 Teile gegliedert.

Die Charaktere sind einzigartig und unnahbar. Man ist sich nie sicher, auf welcher Seite die Figuren stehen, weil diese unberechenbar und unüberlegt handeln. Leider schneiden sie insgesamt eher schlecht ab. Allgemein sind die Charaktere eher flach gehalten, das Potential, das vielen Persönlichkeiten innewohnt, bleibt stets ungenutzt. Bei vielen musste man sich einfach fragen, warum sie überhaupt vorkamen. 

Die Geschichte klingt so vielversprechend und kann doch nicht ganz überzeugen. Das Geschehen wird von einer düsteren Atmosphäre beherrscht, die zeitweise die Funken sprühen lässt. Eines der wenigen Dinge, die Bosworth wirklich gelungen sind. Leider hat sie den ganzen Roman über das in ihm wohnende Potential ungenutzt verstreichen lassen, wodurch man stellenweise ziemlich enttäuscht wird.

Seitenweise wird der Leser mit so abstrakten Beschreibungen konfrontiert, dass man später weniger schlau ist als vorher. Gleichzeitig hat man mit Mias innerem Konflikt zu kämpfen, der auch immer auf dasselbe hinausläuft. Fazit: sie will was ändern, aber schafft es in der Regel nicht. 

Mia wird zum Spielball der Fraktionen und trotz aller Bemühungen schafft sie es nicht, dem zu entfliehen. An vielen Stellen musste ich an Don Quichote denken, denn Mias Verhalten glich seinem Kampf gegen die Windmühlen.


Die Sekten werden buchstäblich schwarz/weiß dargestellt und sind in ihrem Fanatismus gleichermaßen nervend und vorhersehbar. Leider muss ich auch gestehen, dass ich bis zum Schluss nicht ganz verstanden habe, was das Ziel der Suchenden war... sie sagen, sie wollen die Apokalypse verhindern, dennoch steuern sie beinahe den selben Kurs wie Prophet. Sehr seltsam...

Alles in allem ist es ein interessantes Buch, das mir durchaus gefallen hat. Man sollte es nur nicht zu kritisch beleuchten..

Fazit

Jennifer Bosworth' "Die Auserwählte" ist ein guter Roman, der leider einige Schwachstellen aufweist. Wie ein roter Faden zieht sich das ungenutzte Potential durch das Buch, was wirklich schade ist, denn die Grundidee und einige Ansätze sind wirklich vielversprechend. Die Charaktere sind eher flach gehalten und einige Rollen haben sich mir nicht ganz erschlossen. Dennoch ist ein nettes Buch, das man nur nicht zu kritisch lesen sollte. Gute 3,5/5 Bücher.

Die Autorin

Alle Informationen zu Jennifer Bosworth findet Ihr auf ihrer Homepage: http://jenniferbosworth.com/

Das Originalcover


Mein Dank geht an...

...den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
 
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