Freitag, 21. September 2012

Ascheträume von Maurizio Temporin

Autor(in): Maurizio Temporin
Originaltitel: Iris. Fiori di Cenere
Titel: Ascheträume
Dt. Erstausgabe: 03/2012
Verlag: ivi
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 382
ISBN-10: 3492702449
ISBN-13: 978-3-492-70244-7
Preis: 14,99 €




Kaufen könnt Ihr das Buch hier.
Die Leseprobe findet Ihr hier.

»Ascheträume« wird alle verzaubern – von der Vampir-Liebhaberin bis hin zum Dystopie-Fan. Begleitet die junge Thara in ihre düstere Welt aus Asche, in der sie eine Liebe findet – dazu bestimmt, sie zu verbrennen. Thara ist ein 17-jähriges Mädchen, das ihre violetten Augen hasst. Sie möchte nichts lieber als ein ganz normales Leben führen. Alles ändert sich jedoch, als sie an einer Schwertlilie riecht und der Duft sie an einen düsteren Ort entführt: Eine Welt aus Asche, in der alles, was in der Realität verbrannte, wieder aufersteht. In dieser lebensfeindlichen Welt lernt sie Nate
kennen, der dort gefangen gehalten wird. Thara verliebt sich in Nate, auch wenn jede Berührung für sie bedeutet, dass sie zu Asche zerfällt. Beim Versuch, ihn zu befreien, öffnet Thara unwissentlich einem Wesen ein Tor, das nur darauf gewartet hat, ihre Welt in Schutt und Asche zu legen …


Inhalt

Thara leidet unter Narkolepsie und als würde sie dadurch nicht genug auffallen hat sie auch noch violette Augen. Ihre Mitschüler wissen nichts mit ihr anzufangen und meiden sie. Eines Tages sieht sie einen Garten voller Blumen, die genau diesselbe Farbe haben wie ihre Augen und fühlt sich magisch von ihnen angezogen. In dem Moment, in dem sie an ihnen riecht, fällt sie in Ohnmacht. Doch anstatt wieder in dem Garten zu erwachen, ist sie in einer Wüste - einer Wüste aus Asche. Es kommt ihr vor wie die Hölle, aber nicht alles ist schlecht, denn sie lernt dort Nate kennen - einen Jungen mit regenbogenfarbenen Augen. Scheinbar kommt sie endlich den Antworten auf ihre Fragen näher, aber nebenbei muss sie diesen außergewöhnlichen Mann aus der Aschewelt befreien..

Charaktere

Thara hatte es nicht immer leicht. Als Halbwaise mit violetten Augen unter Narkolepsie zu leiden, ist schon schlimm genug, aber ihre Mutter ist ihr auch keine große Hilfe, verrät sie ihr doch nicht mal den richtigen Namen ihres verstorbenen Vaters. In der Schule wird sie gemieden und verspottet und die Einzigen, die ihr Trost spenden, sind ihre Freunde Leonard und Christine. 
Trotzdem ist sie stark und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Auch wenn ihr die Situation nicht leicht fällt, hat sie doch gelernt, damit zu leben. Sie ist trotz allem hoffnungsvoll, hilfsbereit und offen für Neues. Mit der Liebe ist sie allerdings völlig überfordert und handelt dementsprechend oft naiv und überstürzt.

Christine ist ein schwieriger Charakter. Im Gegensatz zu Thara lässt sie sich von ihrer Außenseiterrolle nicht einschüchtern, sondern geht offensiv dagegen an. Das soll nicht heißen, dass sie sich bemüht, dazu zu gehören - ganz im Gegenteil erklärt sie lieber jedem den Krieg, der sie nur schief anguckt. 
Doch auch in ihr versteckt sich eine liebevolle, verletzliche Seite, die sie nur Thare gegenüber offenbart.

Leonard ist der klassische Nerd. Er liebt Computer, die dazugehörigen Spiele und Horrorfilme. Regelmäßig zwingt er seine beiden Freundinnen dazu, sich besagte Filme mit ihm anzusehen und kann, seine Interessen betreffend, sehr überzeugend sein. Er ist sehr humorvoll und behauptet sich erstaunlich gekonnt gegenüber diesen beiden außergewöhnlichen Frauen.

Nate ist ohne Erinnerungen in der Aschewüste gefangen. Sein Verhalten ist unberechenbar und naiv - zu Anfang des Romanes erinnert er stark an ein Kind. Je mehr er sich erinnert, desto reifer und attraktiver wird er. Auch er beweist Mut und Hilfsbereitschaft, ebenso legt er eine Stärke an den Tag, die wahrlich bewundernswert ist.

Eigene Meinung

"Ascheträume" von Maurizio Temporin steckt voller Überraschungen und hat Potential zu einem richtigen Geheimtipp.

Das Cover ist stilvoll, schlicht und sticht dennoch ins Auge. Es entspricht dem Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Generell ist das Buch sehr hochwertig. Die Seiten sind überdurchschnittlich dick, ohne an Pappe zu erinnern. Es liegt gut in der Hand und wirkt so robust wie ein gebundenes Buch. Die Kapitel sind mit schönen Illustrationen versehen und haben noch ganz klassische Betitelungen anstelle langweiliger Nummerierungen.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, doch durch die uneigennützige Weltansicht der Protagonistin erfährt man mehr als genug von all den anderen. Auch sonst ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, Temporin weiß definitiv die Fantasie anzuregen.

Der Autor hat sehr einzigartige, tiefgründige Charaktere entstehen lassen und beweist viel Liebe zum Detail. Doch so sehr mir eben diese ans Herz gewachsen sind, hat er die spannenden Szenen so temporeich gestaltet, dass ich auch bei Todesfällen nicht zum Trauern kam.

Die Geschichte überzeugt durch Originalität und so einiger Überraschungseffekte. Die Spannung steigt kontinuierlich und ganz gleich welche absurden Wendungen der Verlauf nimmt, der Autor weiß sie glaubhaft zu verkaufen. Um nicht zu viel zu verraten, belasse ich es damit.

Fazit

"Ascheträume" von Maurizio Temporin verspricht gute Unterhaltung, die voller Überraschungen steckt. Es ist originell, fantasievoll und spannend. Leseempfehlung für Fantasyfans, die mal neue Aspekte kennenlernen wollen.

Der Autor 

 Maurizio TemporinMaurizio Temporin, geboren 1988 in Broni bei Pavia, begeisterte sich schon als Kind für Kunst, Literatur und Film. Als Gymnasiast verfasste er seinen ersten Roman und schreibt heute außerdem für Film und Theater, illustriert Comics und organisiert Ausstellungen. Seine »Ascheträume«-Saga, mit deren erstem Band er den Durchbruch als Jugendbuchautor schaffte, bescherte ihm auch außerhalb Italiens ungewöhnlich großen Erfolg. Maurizio Temporin lebt in der Nähe von Alessandria im Piemont.


Die Reihe 

  1. Ascheträume
  2. Totenträume

Kommentare:

  1. Tolle Rezi :)

    Fand das Buch eigentlich auch nicht schlecht nur ab und zu hat ich halt so das Gefühl, woher weiß der Autor wie sich ein Mädchen zu fühlen hat (das war halt die Zeit wo ich kaum Bücher gelesen hatte wo von Autoren in der Mädchensicht geschrieben wurden) Ich fand die Stelle allerdings lustig (obwohl sie nicht lustig war) als der Opa oder was weiß ich was der war, diesen Witz mit den drei Vampiren erzählt hat... da konnte ich nicht mehr vor lachen..xD

    Liebe Grüße,

    Alisia

    http://alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de/

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  2. Huhu ich wollte dir nur mal sagen das du einen ganz tollen Blog hast und mir der richtig gut gefällt, deswegen erhälst du von mir diesen Award :)

    Viel Spaß damit:)

    http://julianafabula.blogspot.de/2012/09/mein-zweiter-award.html#more

    LG JuFax3

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