Posts mit dem Label Jugendbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Jugendbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 4. Mai 2014

[Rezension] Für immer die Liebe von Cynthia J. Omololu

© Dressler Verlag
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Dressler
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3791515071
ISBN-13: 978-3791515076
Preis: 18,95 €




Kann die Liebe dein Schicksal besiegen? Seit Cole weiß, dass sie ein Mensch ist, der sich an seine früheren Leben erinnert, hat sich einfach alles verändert. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt. Griffon macht sie überglücklich und sie möchte nie wieder ohne ihn sein. Doch dann drängt sich der charismatische Drew in Coles Leben. Plötzlich weiß Cole nur noch eines: dass sie nichts mehr weiß! Sie liebt Griffon doch, oder? Warum bloß übt Drew dann so eine Anziehung auf sie aus? Ist er vielleicht ihr Schicksal?

[Rezension] Für immer die Seele von Cynthia J. Omololu

© Dressler Verlag
Dt. Erstausgabe: 01/2013
Verlag: Dressler
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3791515055
ISBN-13: 978-3791515052
Preis: 17,99 €




Als die 16-jährige Cole den Londoner Tower besichtigt, wird sie von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Und dieses Erlebnis bleibt kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt? Nur einer scheint sie zu verstehen: der Amerikaner Griffon, den sie in London kennenlernt. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen?

Mittwoch, 26. März 2014

[Rezension] Phantasmen von Kai Meyer

© CARLSEN Verlag
Autor: Kai Meyer
Dt. Titel: Phantasmen
Dt. Erstausgabe: 03/2014
Verlag: Carlsen
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400
ISBN-10: 3551582920
ISBN-13: 978-3551582928
Preis: 19,90 €





Die Leseprobe findet Ihr hier.

Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Inhalt

Seit Tag 0 erscheinen überall die Geister der Verstorbenen. Sie stehen an genau der Stelle, an der sie gestorben sind und sehen stets der Sonne entgegen. Abgesehen von einem andauernden Leuchten, machen sie nichts - bis plötzlich der Inbegriff eines bösen Lächelns auf ihren Gesichtern erscheint.

Eine der ersten "Smilewaves" erwischt die Schwestern Rain und Emma, die sich von ihren Eltern verabschieden wollen, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Sie sind nicht die Einzigen, die sich errechnet haben, wann die Geister des Unfalls erscheinen würden. Sie sind aber die Einzigen, die ihren Abschied überleben. Während sie zu begreifen versuchen, was genau gerade geschehen ist, treffen sie auf den Norweger Tyler, der sie gerade noch rechtzeitig vor der nächsten Gefahr warnt: einer Bande von Söldnern, die jeden Zeugen auf ihrem Weg zum Schweigen bringen. Die Frage lautet jetzt: Zeugen wofür? Wo sind die Schwestern reingeraten? Und wird die nächste "Smilewave" die Menschheit vernichten?

Eigene Meinung

"Phantasmen" von Kai Meyer sticht ohne Frage aus der Masse der Jugendbüchern heraus und hat alle meine Erwartungen sogar noch übertroffen.

Der Schreibstil weiß zu überzeugen, aber was würde man auch sonst von Kai Meyer erwarten? Schon mit dem ersten Satz war ich gefangen und so ist es wenig verwunderlich, dass ich zu den einzigen Lesepausen geradezu gezwungen werden musste. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass man meinen könnte, einen Film zu sehen - denn genauso liest sich dieser Roman: wie ein Action-Blockbuster.

Die Charaktere konnten mich allesamt überzeugen. Vor allem die Schwestern warteten nicht nur mit einem interessanten Hintergrund auf, sondern hatten auch noch sowohl optisch als auch charakterlich einiges zu bieten.

Wobei mich vor allem Rains Hintergrund lange Zeit zum Grübeln brachte. Von Anfang an hat man immer wieder Hinweise darauf bekommen, dass sie in Afrika war und dass sie seitdem unter einem Trauma leidet, erfährt aber erst nach der Hälfte, was es wirklich damit auf sich hat. Doch erst zum Schluss begreift man so recht, warum Meyer ihr eine so ausgefallene Geschichte hat zukommen lassen. Allerdings plagt sie nicht nur das Trauma, sondern auch eine große Last an Schuldgefühlen. Sie fühlt sich übertrieben verantwortlich für ihre Schwester und sieht ihr Leben als weniger wertvoll an als das ihre. Sie ist emotional und scheut keine Risiken, obwohl sie die Einzige zu sein scheint, die rational denkend an die Geschehnisse herangeht.

Emma wirkt zu Anfang der Geschichte wie die sorglosere Schwester, was - wie sich herausstellt - einzig und allein darauf zurück zu führen ist, dass sie buchstäblich nichts fühlt. Sie kennt keine Grenzen und kein Taktgefühl, was sie aber nie böse meint. Logischerweise ist sie direkt und überraschend effektiv - und bei weitem nicht so wehrlos wie Rain erwartet.

Tyler ist auf den ersten Blick ein typischer Kerl. Er wirkt hart und unnahbar, wird aber ausgerechnet durch die Liebe vorangetrieben. Auch er hat schon einiges erlebt und ist viel gereist. Wenn er sich ein Ziel gesetzt hat, lässt er sich von nichts mehr abbringen.

Die Geschichte ist ganz anders als erwartet - und vor allem eines: spannend. Zwar gestaltet sich der Anfang noch recht ruhig, aber das Tempo wird schlagartig angezogen und danach kommt man kaum noch zu Atem. Unversehns befindet man sich in einem ausgewachsenen Endzeitszenario mit einer untypisch nicht-gruseligen Stimmung. Keine Frage: Gänsehaut ist garantiert! Ich will auch gar nicht zu viel verraten, denn das würde die Stimmung ruinieren.

Eine richtige Liebesgeschichte gibt es nicht, aber das ist auch gar nicht nötig. Trotzdem spielen die Liebe und große Gefühle durchaus eine Rolle - aber inwiefern müsst Ihr selbst herausfinden.

Das Cover und der Titel passen perfekt zu der Geschichte und kreiieren gleich die richtige Stimmung. Überaus gelungen!

Fazit

Kai Meyers "Phantasmen" ist ein toller Roman, der jede Empfehlung wert ist! Es ist mal etwas ganz anderes und übertrifft alle Erwartungen. Die Geschichte überzeugt mit einer genialen Idee und einer überragenden Atmosphäre. Meyer schafft es, sogar einem Angsthase wie mir ein Endzeitszenario mit Gänsehautmomenten schmackhaft zu machen. Das Gesamtpaket ist einfach großartig, deshalb kann ich nur wiederholen: eine klare Empfehlung - 5/5 Bücher!

Der Autor

© Martin Steffen
Kai Meyer, geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen übersetzt.

Weitere Bücher
Mein Dank geht an...

...Buchbotschafter und den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Montag, 24. März 2014

[Rezension] Drachenstern 01 - Gewandelt von Mary Janice Davidson

© Egmont Ink
Dt. Reihentitel: Drachenstern
Dt. Titel: Gewandelt
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Egmont Ink
Format: Paperback
Seitenzahl: 256
ISBN-10: 3863960114
ISBN-13: 978-3863960117
Preis: 12,99 €


Die Leseprobe findet Ihr hier.

Eigentlich führt Jennifer Scales ein ganz normales Leben, bis sie plötzlich merkt, dass sie außergewöhnliche Körperkräfte besitzt und Dinge sieht, die andere nicht sehen. Und dann passiert es: In einer Halbmondnacht verwandelt sie sich in einen Werdrachen! Und sie ist nicht die Einzige in der Familie. Auch ihr Vater und Großvater können fliegen und Feuer speihen. Von nun an ändert Jennifer zweimal im Monat für einige Tage die Gestalt und lernt andere Werdrachen kennen, die unerkannt unter den Menschen leben. Und sie muss erfahren, dass Werdrachen mächtige Feinde haben, die sie vernichten wollen ...

Inhalt

Jennifer Scales ist ein ganz normales 14-jähriges Mädchen - bis zu einer verhängnisvollen Sichelmondnacht, in der sie sich plötzlich in einen Drachen verwandelt. Glücklicherweise finden ihre Eltern sie rechtzeitig und bringen sie zu der Farm ihres Großvaters, wo man ihr erklärt, dass die ganze Familie väterlicherseits diese Fähigkeit besitzt. Auf eine gewisse Weise findet Jennifer das Ganze sogar cool, allerdings ändert sich diese Ansicht ganz schnell als ihr Vater spurlos verschwindet...

Eigene Meinung

"Drachenstern - Gewandelt" von Mary Janice Davidson ist leider ein eher schwacher Reihenauftakt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und angemessen für die Zielgruppe. Die Beschreibungen sind sehr detailliert, aber so konfus und oftmals widersprüchlich, dass doch kein klares Bild entsteht. Die Geschichte wird im personalen Erzählstil geschildert, wodurch eine gewisse Distanz entsteht, die es dem Leser erschwert, sich in die Protagonistin hinein zu versetzen. 

In Kombination mit den fehlenden Hintergründen und dem daraus entstehenden Mangel an Tiefe, war es für mich fast unmöglich, Jennifer Scales überhaupt zu mögen. Sie hat eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern, die eigentlich erst am Ende des Buches etwas erklärt wird. So wird man die meiste Zeit mit einem übellaunigen, undankbaren und vorlauten Teenager konfrontiert, dessen Eltern trotz aller Bemühungen scheinbar nichts richtig machen können. Zugegeben, der Vater ist öfter auf "Geschäftsreisen" und die Mutter auf den ersten Blick ziemlich unterkühlt, aber das alles passte irgendwie nicht zusammen und machte es mir zusehends schwer, mich auf Jennifers Seite zu schlagen.

Ihre Freunde hat es leider auch nicht besser erwischt. Diese sind so farblos und flach, wie ich es selten erlebt habe. Für mich waren sie nur Namen auf Papier, die einen - oft klischeehaften - Zweck zu erfüllen hatten.

Die Geschichte ist süß und eigentlich auch interessant. Man merkt recht schnell, dass sich dieses Buch schon an die Jüngeren richtet - ich würde schätzen, dass die Altersempfehlung ab 13 oder 14 ist. Wobei ich zugeben muss, dass ich sowas ganz schlecht schätzen kann, wenn ich bedenke, was 12-jährige teilweise schon lesen. Umso überraschter war ich über die erstaunlich brutal beschriebenen Szenen, die immer wieder vorkommen. So beißt beispielsweise Jennifer in einem Traum ihrer Mutter den Kopf ab, was sogar mich an dieser Stelle eiskalt erwischt hatte. 

Leider war das nicht das Einzige, das mich irritiert hat. Jedermanns Phantasie hat Grenzen und meine wurden in diesem Roman immer wieder überschritten. Die Kleidung macht die Verwandlung mit; die Drachen können sprechen; sie sind angeblich recht groß, passen aber in ein Auto; sie jagen ihr Essen, nehmen es aber aus und legen es danach auf den Grill? Es fällt mir persönlich schon schwer genug, mir einen Werdrachen vorzustellen, aber diese Vermenschlichung war mir dann doch zu viel. Vor allem die Feinde der Drachen sind ein ziemlicher Witz, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden - immerhin hat die Autorin für alles eine Erklärung parat.

Es gibt sogar sowas wie eine Liebesgeschichte, die aber glücklicherweise ganz harmlos und unschuldig ausfällt. Allerdings nimmt sie so auch keine wirklich erwähnenswerte Rolle ein und entpuppt sich letztlich auch wieder als Mittel zum Zweck.

Die Gestaltung ist dafür sehr stilvoll und unaufgeregt. Wobei mich dieses schlichte Design nicht unbedingt auf ein so jugendliches Buch vorbereitet hat.

Fazit

Alles in allem konnte mich "Drachenstern - Gewandelt" von Mary Janice Davidson nicht wirklich überzeugen. Es ist eine süße Geschichte, deren Schwerpunkte falsch gesetzt sind und die ein paar Seiten mehr dringen nötig gehabt hätte. Die Charaktere fallen allesamt total flach aus und sind dabei nicht mal Sympathieträger. Doch am schlimmsten waren für mich die Beschreibungen, die meine Phantasie geradezu gesprengt haben. Für Jugendliche ist diese Reihe bestimmt nicht verkehrt, wobei mich die Brutalität einiger Szenen diesbezüglich schon überrascht haben. Schwache 3/5 Bücher!

Die Autorin

Mary Janice Davidson schreibt erfolgreich Liebesromane für ein erwachsenes Publikum. Mit „Weiblich, ledig, untot“, dem 1. Band einer humorvollen Vampir-Serie, gelang ihr aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit Co-Autor Anthony Alongi, ihrem Ehemann, in Minnesota.

Die Reihe

Drachenstern Reihe
  1. Gewandelt / Jennifer Scales and the Ancient Furnace (Jennifer Scales #1) 
  2. Erleuchtet / Jennifer Scales and the Messenger (Jennifer Scales #2) (erscheint im April 2014)
  3. ??? / The Silver Moon Elm (Jennifer Scales #3)
  4. ??? / Seraph of Sorrow (Jennifer Scales #4)
  5. ??? / Rise of the Poison Moon (Jennifer Scales #5)
  6. ??? / Evangelina (Jennifer Scales #6) 

Weitere Cover


Mein Dank geht an...

...den Egmont Ink Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Samstag, 8. Februar 2014

[Rezension] Ein Tag, zwei Leben von Jessica Shirvington

© cbt
Autorin: Jessica Shirvington
Originaltitel: Between the Lives
Dt. Titel: Ein Tag, zwei Leben
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3570380408
ISBN-13: 978-3570380406
Preis: 8,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.


Die 18-jährige Sabine lebt in zwei Parallelwelten – 24 Stunden in der einen und 24 Stunden in der anderen. Es sind zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten: In Roxbury ist sie die Außenseiterin, das Punk- Girl. In Wellesley dagegen die Highschool-Königin mit dem scheinbar perfekten Freund. Ein fataler Irrtum, den Sabine fast mit dem Leben bezahlt. Als sie in Roxbury Ethan kennenlernt und sich in ihn verliebt, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch ein tragisches Ereignis ändert auf einmal alles …

Inhalt

Sabine ist dazu verdammt, ihr Leben gleich zwei Mal zu leben. Sie verbringt jeweils einen Tag in der einen und denselben Tag nochmal in einer anderen Parallelwelt. Was recht amüsant klingt, ist für Sabine der reinste Alptraum. Überall spielt sie eine Rolle - sie weiß selbst nicht, wer sie wirklich ist. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als normal zu sein und in ihrem 18. Lebensjahr rückt dieser Traum in greifbare Nähe: das Körperliche wechselt nicht mehr die Seiten, also könnte sie theoretisch ein Leben beenden. Doch für welches soll sie sich entscheiden?

Eigene Meinung

"Ein Tag, zwei Leben" von Jessica Shirvington ist ein berührender, etwas übernatürlicher Jugendbuchroman, den ich nur empfehlen kann.

Viele kennen die Autorin bestimmt schon von ihrer Violet Eden Reihe, doch für mich war das ein erstes Aufeinandertreffen. Umso neugieriger war ich auf diesen Roman, habe ich doch bisher nur Gutes von ihr gehört. So war es auch nur wenig verwunderlich, dass mich ihr flüssiger und leichtgängiger Schreibstil schon nach wenigen Seiten fesseln konnte. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, Sabine.

Sabine ist kein normaler Charakter, immerhin lebt sie gleich zwei Leben. Doch anders als erwartet hat sie nicht ein und dieselbe Persönlichkeit in beiden Welten, sondern quält sich in selbst erdachten Rollen, die es ihr nahezu unmöglich machen, sich selbst zu finden. Diese Art zu leben zehrt an ihr und frisst sie langsam aber sicher auf. So kommt es, dass man ihre wahre Persönlichkeit eher zwischen den Zeilen auffängt und man somit am Anfang ein wenig seine Schwierigkeiten mit dieser Protagonistin hat. Doch je besser man die wahre Sabine kennenlernt, desto mehr schließt man sie ins Herz. Man versteht ihre Misere und leidet mit ihr.

Die Geschichte ist ganz anders als erwartet, dabei hatte ich noch nicht mal wirklich konkrete Vorstellungen. Zu Anfang war es für mich auch nicht ganz leicht, diesen Weltenentwurf nachzuvollziehen, doch sobald es Klick macht, ist man gefangen. Witzigerweise rechtfertigt nicht unbedingt die Handlung diese Spannung, denn sonderlich viel Action kriegt man nicht gerade geboten. Es sind eher die leisen Töne, die den Leser so emotional berühren, dass man unbedingt wissen muss, was aus Sabines Leben wird. Natürlich müsst Ihr selbst zu diesem Buch greifen, wenn Ihr wissen wollt, wofür sie sich entscheidet.

Dass es eine Liebesgeschichte gibt, verrät schon der Klappentext. Diese ist allerdings so zart und emotional wie der komplette Rest des Buches. Sie gliedert sich unaufdringlich in das Geschehen ein, ist überaus berührend und vor allem nachvollziehbar und nicht an den Haaren herbeigezogen, wie so viele andere dieses Genres.

Das deutsche Cover gefällt mir viel besser als das der Originalausgabe. Es trifft die wesentlichen Aspekte dieses Romanes ziemlich genau, vor allem natürlich die Unterschiede in Sabines Leben.

Fazit

Jessica Shirvingtons "Ein Tag, zwei Leben" ist ein tolles Jugendbuch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Für mich war es etwas ganz Neues, das mir tolle Lesestunden beschert hat. Eine außergewöhnliche und ausdrucksstarke Protagonistin begeistert und berührt den Leser schnell mit ihrer überraschend emotionalen Geschichte. 5/5 Bücher!

Die Autorin

© Jessica Shirvington
Jessica Shirvington hat eine Kaffeeimportfirma gegründet und geleitet und nebenbei zu schreiben begonnen. Sie lebt mit ihrem Mann Matt, einem bekannten australischen Leichtathleten, und ihren zwei Töchtern in Sydney. Neben ihrer Familie widmet sie sich mittlerweile ganz dem Schreiben.

Weitere Bücher

Weitere Cover

Mein Dank geht an...

...den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Samstag, 25. Januar 2014

[Rezension] Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

© Oetinger
Autorin: Anna Seidl
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Oetinger
Format: Hardcover
Seitenzahl: 256
ISBN-10: 378914746X
ISBN-13: 978-3789147463
Preis: 14,99 €





Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe? 

Inhalt

Miriams Tag beginnt wie jeder andere: sie wird von einer sms ihres Freundes geweckt und eilt zur Schule. Dort nerven sie die Lateinaufgaben und sie fragt sich zum x-ten Mal, wofür sie eine tote Sprache lernen muss. Doch dann hört sie den ersten Schuss und ihr Leben wir nie mehr dasselbe sein...

Eigene Meinung

"Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl ist ein Debut, das es in sich hat.

Seidls Schreibstil trifft es stets auf den Punkt. Sie schreibt in sehr kurzen Sätzen, die auf den ersten Blick abgehackt wirken können, sich allerdings als passend erweisen. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, Miriam, die den Leser an manchen Stellen direkt anspricht.

Miriam ist kein Charakter, der die Herzen der Leser im Sturm erobert. Dafür ist sie umso authentischer. Durch ihre "Interaktion" mit dem Leser wirkt jeder Gedanke umso wirkungsvoller. Sie ist direkt, offen und knallhart. Weder verschönert, noch verharmlost sie etwas und erklärt somit recht schnell, was der etwas "andere" Titel zu bedeuten hat.

Die Geschichte war für mich anders als erwartet, was vielmehr daran lag, dass ich den Klappentext nicht wirklich gelesen habe. Obwohl es natürlich so auch viel mehr Sinn macht, immerhin soll dieses Buch zum Nachdenken anregen und keinen Action-Thriller darstellen. 

Der Roman hat die ideale Länge und ist genau richtig für die jugendliche Zielgruppe. Es liest sich schnell und flüssig und wird wohl die meisten Leser auf die ein oder andere Weise berühren. Auch ich war emotional stets bei der Sache und durfte die ganze Palette erleben - sei es nun Wut, Trauer, Ungläubigkeit oder Hoffnung. Dennoch hat es mich persönlich nie so mitgenommen, dass ich tatsächlich weinen musste. 

Doch das Beste an diesem Roman ist die Wandlung, die die Protagonistin durchläuft. Selten durfte ich Zeuge einer so glaubhaften Entwicklung werden und es war eine Freude, ihr bei ihrem inneren Kampf zuzusehen. Dabei belässt die Autorin es aber nicht, denn sie zeigt uns auch viele andere Möglichkeiten, wie man mit so einem traumatischen Ereignis umgehen kann. Auch hier sind alle Extreme vertreten - mit einer Gemeinsamkeit: keiner wird diesen Tag je vergessen.

Dass der Amoklauf in einer nicht genau benannten Stadt in Deutschland sorgt für eine Nähe, die dafür sorgt, dass man es nicht so leicht abtun kann. 

Fazit

Anna Seidls "Es wird keine Helden geben" ist eine berührende Geschichte, die dieses schwierige Thema für Jugendliche zugänglich macht. Den Leser erwartet eine emotionale Achterbahnfahrt und eine authentische Protagonistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Dieses Buch beschäftigt sich mit den Auswirkungen auf die Überlebenden und nur bedingt mit dem Ereignis, das es ausgelöst hat. Wer sich das klar macht und sich darauf einlassen will, wird es nicht bereuen. 5/5 Bücher!

Die Autorin

© privat
Anna Seidl, 1995 in Freising/Bayern geboren, dachte sich schon als Schulkind eigene Geschichten aus. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Frankfurt.

Mein Dank geht an...

...den Oetinger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Sonntag, 12. Januar 2014

[Rezension] Sternenseelen 02 - Solange die Nacht uns trennt von Kerstin Pflieger

© Goldmann
Autorin: Kerstin Pflieger
Dt. Reihentitel: Sternenseelen
Dt. Titel: Solange die Nacht uns trennt
Dt. Erstausgabe: 12/2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3442477069
ISBN-13: 978-3442477067
Preis: 12,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.

Lilly ist so glücklich wie nie zuvor. Obwohl Raphael eine Sternenseele ist und erst nachts sein wahres Wesen zeigt, hat sie sich in ihn verliebt. Doch plötzlich taucht eine Sternenbestie in der Stadt auf und greift Lilly an. Lilly stirbt und wird selbst zur Sternenseele. Sie erfährt, dass ihr in ihrem neuen Leben nicht Raphael, sondern der mysteriöse Mikael als Seelenverwandter bestimmt ist. Zudem treibt die Sternenbestie weiterhin ihr Unwesen. Wird Lilly ihre Liebe zu Raphael durch diese schwierigen Zeiten retten können? 

Inhalt

Lilly hat ein paar aufregende Monate hinter sich. Sie hat sich in eine Sternenseele verliebt, einen Sternenbestie erlöst und ihren Stiefbruder gerettet. Jetzt hat sie die Chance, eine Sternenhüterin zu werden und scheint beinahe von den anderen Sternenseelen akzeptiert zu werden. Doch dann taucht eine weitere Sternenbestie in Aurinsbach auf und tötet Lilly. Wider aller Erwartungen wird sie aber von einem Stern erwählt und selbst zu einer Sternenseele. Nun steht wirklich nichts mehr zwischen ihrem und Raphaels Glück! Abgesehen davon, dass Lillys Zwillingsstern nicht Raphael ist. Wird Lilly sich gegen das Schicksal wehren können?

Eigene Meinung

"Sternenseelen - Solange die Nacht uns trennt" von Kerstin Pflieger ist eine gute Fortsetzung, die mir definitiv besser gefallen hat als der erste Band.

Pfliegers Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen sind detailliert und regen die Phantasie an. Doch auch dieses Mal hätte ich mir gewünscht, dass Lilly ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der personale Erzählstil war hier manchmal ganz schön verwirrend, wobei ich gar nicht genau erklären kann, wieso. Überaus interessant waren dafür die Kapitel aus Sicht von Raphael, Mikael oder der unbekannten Sternenbestie.

Lilly und Raphael waren mir in diesem Band viel sympathischer, was vielleicht auch einfach daran lag, dass ich meine Antipathie ihnen gegenüber komplett vergessen hatte. Es hat mir gut gefallen, wie die beiden miteinander umgegangen sind, auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wie Lilly die Beziehung zu ihren Eltern so vernachlässigen konnte. Ich verstehe zwar, dass die beiden frisch verliebt sind und sich so oft wie möglich sehen wollen, aber man überlebt es auch, sich nur 3 oder 4 Nächte pro Woche zu sehen. 

Mich persönlich hat es auch arg gestört, wie leichtfertig Lilly mit dem Thema Tod und Verlust umging, nur um eine Sternenseele zu werden. Dass sie all das, was sie vorher so schnell abgetan hat, eingeholt hat als sie tatsächlich zu einer wurde, war abzusehen und meiner Meinung nach hätte sie es mal verdient, wenn für sie nicht alle Regeln gebeugt werden würden.

Das Liebesviereck, das sich im Laufe der Geschichte entwickelt, war nicht nur vorhersehbar, sondern auch wieder stark klischeebehaftet. Am ärgerlichsten war aber, dass beide Parteien komplett entgegen ihrer Vorsätze handeln. Letztlich hat sich das auch alles etwas zu simpel gelöst.

Die Geschichte als Ganzes hingegen hat mich überzeugt. Sie knüpft nahezu nahtlos an den Vorgänger an und hält sich nicht lange mit einer langweiligen Einführung auf. Es gibt zwar nicht nur actionreiche Szenen, langweilig wird es aber trotzdem nicht. Wieder einmal wird die Spannung hauptsächlich  durch die Ungewissheit darüber, wer der Feind ist, kreiert. Wer verbirgt sich hinter der unbekannten Erzählerin? Von welcher Sie ist die Rede? Was hat Sie vor?

Ein vermeintlich großes Thema sind die Problem einer jungen Sternenseele, mit denen Lilly zu kämpfen. Doch auch wenn das durchaus thematisiert wird, kam mir das eindeutig noch zu kurz. 

Das Ende ist ziemlich schwammig. Ich kann absolut nicht einschätzen, ob es eine Fortsetzung geben wird oder ob dies der Abschlussband war.

Fazit

Kerstin Pfliegers "Sternenseelen - Solange die Nacht uns trennt" ist eine gute Fortsetzung, die mir trotz der durchaus durchwachsenen Leistung besser gefallen hat als der erste Band. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, auch wenn ich mir wirklich einen Ich-Erzähler gewünscht hätte. Die Charaktere habe ich dieses Mal viel besser in Erinnerung, obwohl ich doch das ein oder andere zu meckern habe. Dafür konnte mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn einiges zu vorhersehbar war. Alles in allem hat mir der Roman aber Spaß gemacht und dafür vergebe ich 4/5 Bücher.

Die Autorin

© Bildschön - Das schnelle Bild-Netzwerk GmbH
Kerstin Pflieger lernte schon früh durch Reisen an die Küsten Europas, Afrikas und Asiens unterschiedliche Kulturen und Denkweisen kennen und entdeckte so auch ihre Liebe zum Schreiben. Nach dem Abitur studierte sie Biologie in Heidelberg und arbeitet unter anderem für ein Institut zur biologischen Stechmückenbekämpfung. Für ihren Roman »Die Alchemie der Unsterblichkeit« wurde sie in der Kategorie »Bestes deutschsprachiges Debut« mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Kerstin Pflieger lebt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn.

Die Reihe

Sternenseelen Dilogie
  1. Wenn die Nacht beginnt
  2. Solange die Nacht uns trennt

Mein Dank geht an...

...den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 
design by Skys Buchrezensionen