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Donnerstag, 6. Februar 2014

[Rezension] Nachtmahr 01 - Das Erwachen der Königin von Ulrike Schweikert

© Penhaligon Verlag
Dt. Reihentitel: Nachtmahr Trilogie
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Penhaligon
Format: Paperback
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3764530847
ISBN-13: 978-3764530846
Preis: 14,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.

Tagsüber ist Lorena eine unscheinbare, junge Frau – aber jede Nacht verwandelt sie sich in ein wunderschönes Wesen, getrieben von unbändiger Lust: Sie ist ein Nachtmahr. Kein Mann kann ihr widerstehen, und wer einmal ihren Reizen erlegen ist, verfällt ihr auf ewig. Aber dann trifft sie auf David, ihre große Liebe. Ihm zuliebe versucht Lorena verzweifelt, den zerstörerischen Nachtmahr in ihr zu bändigen. Lorena ahnt jedoch nicht, dass sie ihr wahres Wesen nicht verleugnen kann. Denn sie ist die Auserwählte, die über das Schicksal der Nachtmahre entscheiden wird ...

Inhalt

Lorena führt ein scheinbar völlig normales und zurückgezogenes Leben. Ihre Kollegen am Arbeitsplatz kennen sie nur als Graue Maus, was die einen bemitleiden, die anderen belächeln. Niemand ahnt, dass sich hinter dieser schüchternen Fassade viel mehr verbirgt, denn nachts verwandelt sie sich in einen Nachtmahr - ein wollüstiges und gefährliches Wesen, dem kein Mann widerstehen kann. Lorena hasst diese Seite an sich und kann sie einfach nicht akzeptieren. Sie tut alles, um den Nachtmahr zu unterdrücken - unter anderem ihre Wohnung in ein Gefängnis zu verwandeln. So unangenehm das alles auch ist, sie hat sich damit arrangiert. Doch dann taucht Jason, ihre Highschool-Liebe auf und mit ihm ihre alten Gefühle. Kann sie das Risiko eingehen, ihrer Liebe eine Chance zu geben?

Eigene Meinung

"Nachtmahr - Das Erwachen der Königin" von Ulrike Schweikert ist der etwas zähe, aber vielversprechende Auftakt zu einer neuen Urban-Fantasy Trilogie.

Obwohl Schweikert doch eine recht bekannte deutsche Autorin ist, die schon viele Romane geschrieben hat, empfand ich ihren Schreibstil stellenweise als recht holprig. Wechselnde Tempi und unzusammenhängende Gedankenfetzen waren nicht immer ein Vergnügen, trotzdem ließ sich dieser Roman immerhin schnell lesen. Erzählt wird die Geschichte im personalen Erzählstil aus Sicht von Lorena und ab und an von Raika und wird von einem Pro- und Epilog eingerahmt.

Leider fallen die Charaktere recht blass aus, was wirklich schade ist, da einfach nicht genug passiert, um das zu rechtfertigen.

Lorena kämpft seit ihrer Jugend mit dem Nachtmahr in ihr, was vor allem den dramatischen Ereignissen zu verdanken ist, an die sie sich nur bruchstückhaft erinnern kann. Das Einzige, was sie sicher weiß, ist der Verlust ihrer Familie, an dem man mehr oder weniger indirekt ihr die Schuld gibt. So ist es nicht wenig verwunderlich, dass sie alles und jedem distanziert gegenüber steht und ihre sozialen Kontakte sich auf ihren Kater beschränken. Umso stärker erwischt es sie als sie ihren Jugendschwarm Jason wiedersieht und ihre Hilflosigkeit ist am Anfang auch ganz niedlich. Schade nur, dass erst ganz zum Schluss zu einer minimalen Entwicklung kommt.

Raika ist das genaue Gegentail von Lorena. Sie hat ihren inneren Nachtmahr nicht nur akzeptiert, er ist quasi die Essenz ihres Seins. Sie hat keinerlei Skrupel und Männer sind nicht mehr als Lustobjekte für sie. Ein Mittel zum Zweck, das man wegwerfen kann, wenn es langweilig geworden ist.

Zu Jason habe ich leider kaum etwas zu sagen. Er ist einfach da, weil es das Skript so vorgesehen hat. Einen wirklichen Charakter kann man leider nicht verzeichnen. Er akzeptiert alles, ohne groß darüber nachzudenken, und wird zum Spielball der Wesen der Nacht.

Die Geschichte steckt so voller Potenzial, das nicht ganz ausgeschöpft wurde. Eine relativ neue Idee, eine düstere Prophezeiung und viele Geheimnisse sind in der Regel eine gute Mischung, wenn man sich das dann auch zunutze macht. Dreiviertel des Buches dreht man sich ziemlich im Kreis. Immer und immer wieder kaut man Lorenas Probleme durch. Sie ist teilweise so blind und absolut unfähig, aus ihren Fehlern zu lernen, dass man als Leser einfach nur noch genervt ist. Immer wenn sie einen Schritt nach vorne macht, schein sie Zwei wieder zurückzugehen. In Kombination mit gravierenden Logikfehlern macht das echt keinen Spaß. So musste ich mich unweigerlich fragen, woher sie weiß, dass sie ein "Nachtmahr" ist, wenn sie nie einem anderen begegnet ist. Woher weiß sie, wie man das Wesen nennt? Wie kommt sie darauf, dass sie tatsächlich die Einzige ist? Diese und viele weitere Fragen bleiben unbeantwortet, wobei das Wissen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt, zumindest ein kleiner Trost ist.

Nun will ich aber nicht nur meckern, denn als Leserkommtman durchaus auf seine Kosten. Trotz der augenscheinlichen Dicke des Buches ist es schnell gelesen und durchaus unterhaltsam. Außerdem muss man die Hoffnung nicht aufgeben, weil man ja weiß, dass es weitergehen wird. Das Aufeinandertreffen der beiden gegensätzlichen Nachtmahre bot hier schon einen hohen Unterhaltungsfaktor und wird bestimmt auch in den Folgebänden für interessante Konflikte sorgen. Mal ganz abgesehen von dem vielversprechenden Epilog, der einen Feind präsentiert, den ich jetzt schon nicht ausstehen kann - aber so muss das ja auch sein!

Die Gestaltung gefällt mir sehr gut, vor allem die ansprechende und harmonische Farbgebung ist ein echter Hingucker. Es hat zwar keinen direkten Bezug zu der Geschichte, ist aber auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Auch wenn mich die Hasenzähne der dort abgebildeten Frau zum Schmunzeln brachte, unterstreicht sie doch den Aspekt der bei Nacht wandelnden Schönheiten.

Fazit


Ulrike Schweikerts "Nachtmahr - Das Erwachen der Königin" ist ein etwas durchwachsener, aber durchaus vielversprechender Auftakt zu einer neuen Urban-Fantasy Trilogie. Auch wenn die Charaktere ziemlich flach bleiben, bieten zumindest die Protagonistinnen einen interessanten Kontrast, der einen hohen Unterhaltungswert hat. Die Entwicklungen zum Ende hin, versprechen auch interessante Fortsetzungen, sodass ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Gute 3/5 Bücher!

Die Autorin

© Isabell Grubert/Random House
Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt »Die Tochter des Salzsieders« ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Nach ihren beiden großen historischen Jugendromanen »Das Jahr der Verschwörer« und »Die Maske der Verräter« hat die vielseitige Autorin inzwischen ihre erste Fantasy-Saga für Jugendliche verfasst, die auf Anhieb ein Erfolg wurde: »Die Erben der Nacht«. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Die Reihe

Nachtmahr Trilogie
  1. Das Erwachen der Königin
  2. ???
  3. ???

Mein Dank geht an...

...den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Montag, 27. Januar 2014

[Rezension] Das Geheimnis des Nebels (Drachen-Saga #1) von Pia Hepke

© Burg Verlag
Autorin: Pia Hepke
Dt. Reihentitel: Drachen Saga
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Burg
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 340
ISBN-10: 3937344993
ISBN-13: 978-3937344997
Preis: 12,50 €





Eine kleine, eher verträumte Stadt, inmitten von Wald und Wiesen gelegen, wird in letzter Zeit häufiger von einem Naturphänomen heimgesucht. Immer wieder wird der Ort in einen undurchdringlichen Nebel gehüllt. Diana spürt, dass etwas Magisches in der Luft liegt. Zuerst der Nebel, dann diese rätselhafte Schattengestalt im Wald. Sollte das wirklich ein Drache gewesen sein? Aber wieso verließ dann ein Mensch die Lichtung? Dazu noch der mysteriöse Neue an der Schule, Adrian. Seine unglaublich grünen Augen scheinen auf Diana eine fast schon magische Anziehungskraft auszuüben. Aber was hatte er mitten in der Nacht im Wald zu suchen? Ob er etwas mit dem Brand auf der Klassenfahrt zu tun hat? Sollte ihr das Bild von der Lichtung im Nebel, welches sie aus einer Laune heraus malt, dabei helfen das Rätsel zu lösen?

Inhalt

Diana hat von jeher eine ganz besondere Verbindung zum Wald. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihr der immer öfter auftauchende Nebel natürlich sofort auffällt. Vor allem als sie eine merkwürdige Gestalt im Nebel ausmacht. Kann das wirklich ein Drache gewesen sein? Doch dann tritt ein Mann aus dem Nebel hervor, also muss das ja ein Irrtum gewesen sein - oder? In der Schule sorgt ein neuer Mitschüler für Furore und Diana fühlt eine unerklärliche Verbindung. Kann das Liebe sein? 

Eigene Meinung

"Das Geheimnis des Nebels" von Pia Hepke ist ein überraschend toller Reihenauftakt.

Hepkes Schreibstil ist leichtgängig und flüssig. Doch ihre Beschreibungen können Rätsel aufgeben: während sie das Setting, insbesondere die Gebäude, farbenroh und detailliert beschreibt, wird witzigerweise nie erwähnt, was ihre Romanhelden anziehen. Erzählt wird die Geschichte zum Einen aus der Ich-Perspektive von Diana, zum Anderen im personalen Erzählstil, kursiv gedruckt, von Adrian.

Obwohl man zwar nicht weiß, was die Figuren tragen, kriegt man jeweils eine liebevolle Vorstellung von ihnen, wenn sie das erste Mal auftreten. Ein jeder hat seine eigene Geschichte, selbst die "unwichtigen" Nebenfiguren, was mir persönlich sehr gut gefallen hat!

Diana ist eine sehr sympathische Figur, deren Verhalten ich aber nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Warum sagt sie ihrer Freundin nicht mal die Meinung? Wie kann sie die Wahrheit so leicht verkraften und gleichzeitig trotzdem so abblocken? Obwohl sie Letzteres unter anderem so authentisch macht. 

Adrian ist eine schwierige Persönlichkeit, deren Undurchdringlichkeit natürlich einen großen Teil des allumfassenden Mysteriums ausmacht. Die Einschübe aus seiner Perspektive bringen ihm den Leser näher, auch wenn seine Gedanken oft im Kontrast zu seinen Handlungen stehen.

Die Geschichte ist ganz anders als erwartet und alles andere als ein Klischee. Schon nach wenigen Seiten befindet man sich mitten im Geschehen und in der Vergangenheit, denn ich konnte mich so gut an die Schulzeit und die damit einhergehenden Probleme erinnern, mit der Diana zu kämpfen hat. Die Charaktere, das Setting, die Geschichte - alles strahlt eine Bodenständigkeit aus, die man im Bereich Jugendbuch und Fantasy selten antrifft.

Das betrifft auch die Liebesgeschichte, die man zwar erwartet, aber tatsächlich NICHT geboten kriegt. Da ist eine magische Bindung, die aber sehr dezent ist und sich wunderbar in das Geschehen einfügt und die beiden lassen sich sehr viel Zeit, was mir überaus gut gefallen hat. So ist es doch auch viel natürlicher und vor allem glaubhafter!

Fazit

Alles in allem hat mich Pia Hepkes "Das Geheimnis des Nebels" überaus positiv überrascht worden. Habe mit den Charakteren gefühlt und viel gelacht. Und bei dem Mini-Cliffhanger kann ich es kaum erwarten, den zweiten Band in Händen zu halten. Dafür gibt es eine klare Empfehlung und sehr gute 4/5 Bücher!

Die Autorin

Pia Hepke wurde 1992 in Oldenburg i.O. geboren. Schon immer haben sie Bücher begeistert. Nicht selten kommt es vor, dass sie zu einem wahren Lesemarathon aufbricht. Dann wird bis spät in die Nacht gelesen und die Bücher werden regelrecht verschlungen.
Ansonsten verbringt Pia ihre Zeit gerne mit ihren beiden Pferden und ihrem Hund. Diese müssen öfters als Foto- oder Malobjekte herhalten.

Da es ihr an Fantasie nicht mangelt, liegt es nahe die vielen Ideen auch in schriftlicher Form aufs Papier zu bringen. Was sie als 15-Jährige erstmals verfasste, wurde in den folgenden Jahren mehrmals überarbeitet, bis es zu ihrem ersten Roman herangewachsen ist.

Die Reihe

Drachen Saga
  1. Das Geheimnis des Nebels
  2. Das Geheimnis des Feuers
  3. Das Geheimnis des Wissens (erscheint ???)
  4. ???

Mein Dank geht an...


...die Autorin Pia Hepke für die Bereitstellung des Wanderbuches!

Samstag, 25. Januar 2014

[Rezension] Tore der Zeit von Lea Nicolai

© Heyne Verlag
Autorin: Lea Nicolai
Dt. Titel: Tore der Zeit
Dt. Erstausgabe: 11/2013
Verlag: Heyne
Format: Paperback
Seitenzahl: 704
ISBN-10: 3453314328
ISBN-13: 978-3453314320
Preis: 14,99 €





Die Leseprobe findet Ihr hier.

Die Hexe Ravenna ist auf der Suche nach ihrer Schwester Yvonne. Das Problem: Die Suche hat ihre letzten Ersparnisse verschlungen. Die Lösung: Ravenna nimmt kurzerhand an der magischen Quizshow teil, die der mysteriöse Beliar veranstaltet. Verlockende Gewinne winken – doch der Preis dafür ist hoch, denn Beliar hat ganz eigenen Pläne mit Ravenna, die über eine außergewöhnliche Gabe verfügt: Sie ist eine Tormagierin und kann von bestimmten Orten aus in die Vergangenheit reisen. Unversehens landet sie im Mittelalter, wo die Quizshow in Gestalt eines lebensgefährlichen Mysterienspiels weitergeht. Ravenna muss weiterspielen, unterstützt von dem gut aussehenden Ritter Lucian …

Inhalt

Ravenna ist eine der Sieben, doch als Torwächterin ist es ihre Pflicht, auch die Gegenwart zu bereisen. Allerdings nutzt Beliar diese Tatsache aus, indem er alle Tore so korrumpiert, dass nicht mal mehr Ravenna diese durchwandern kann. So kommt es, dass Lucian und sie im Jahr 2013 gestrandet sind, wo sie dazu gezwungen sind, an einer magischen Quizshow teilzunehmen. Ravennas Ziel war es, Geld für die Suche nach ihrer Schwester zu gewinnen, aber es stellt sich heraus, dass Beliar der Quizmaster ist...

Eigene Meinung

"Tore der Zeit" von Lea Nicolai ist für viele die langersehnte Fortsetzung zu ihrem Debutroman "Die Hexen".

Für andere, mich eingeschlossen, war es eine ziemliche Überraschung. Hätte ich nicht genau recherchiert, hätte ich mich vermutlich beim Lesen gewundert, worauf sich die Geschichte bezieht. Immerhin gibt es genügend Verweise und Erklärungen, sodass man diesen Roman rein theoretisch auch ohne Vorkenntnisse lesen könnte - empfehlen würde ich das aber nicht.

Der Schreibstil liest sich auch dieses Mal leicht und flüssig, allerdings geraten manche Beschreibungen etwas überbordend während andere Szenen mal wieder zu kurz kommen. Die Geschichte wird auch weiterhin im personalen Erzählstil aus Sicht von Ravenna und Yvonne erzählt.

Die Charaktere, die mich im ersten Band gleichzeitig begeistern und zur Weißglut treiben konnten, haben mich in diesem Band mehr als enttäuscht. 

Die starke Ravenna, die sich zu einer mächtigen Hexe entwickelt hatte, tritt wie eine Stümperin auf, die mit mehr Glück als Verstand durch ihr nächstes Abenteuer stolpert. Sie scheint völlig vergessen zu haben, was ihre Schwester ihr angetan hat und rennt blind und bereitwillig in Beliars Falle.

Lucian wird zu einem blassen Schatten von Ravenna, dessen einzige Handlungen mehr als nervtötend sind.

Immerhin bleibt Yvonne sicht treu und hat mich die erste Hälfte weiterhin aufgeregt, bis man endlich einige Erklärungen für ihre unausstehliche Art erhält.

Die Geschichte ist tatsächlich ziemlich unterhaltsam, wenn man von den unweigerlichen Längen absieht. Manche Szenen sind belustigend, andere entmutigend, viele Szenen sind auch einfach nur seltsam. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Ravennas Handlungen im ersten Band die Vergangenheit und somit auch die Zukunft verändert hat. So wird man mit einem fünf-beinigem Eiffelturm und natürlich dem WizzQuizz konfrontiert.

Das Ende war ein schöner, runder Abschluss, der allerdings noch Luft für eine Fortsetzung lässt. Ob ich die lesen würde, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber die Chancen stehen gut.

Fazit


Lea Nicolais "Tore der Zeit" ist eine gute, etwas seltsame Fortsetzung, worüber sich die meisten vermutlich nicht mal im Klaren sind. Die Charaktere haben sich leider nicht wirklich entwickelt und wenn dann eher zum Negativen und die Geschichte nahm zwischenzeitlich wirklich skurrile Züge an, aber alles in allem fühlte ich mich besser unterhalten als im ersten Band. Letztlich kann ich dieses Dilogie allen Fans von etwas anderen Hexengeschichten empfehlen, die nichts gegen überdetaillierte Beschreibungen haben. 4/5 Bücher!

Die Autorin

Lea Nicolai (geb. 1972) ist leidenschaftliche Vielleserin, Kinogängerin, Autorin und nebenbei Sängerin. Das Thema Hexen fasziniert sie seit langem, weil es Magie, Mystik und Wirklichkeit verbindet. Lea Nicolai lebt mit ihren Büchern und den Menschen, die ihr wichtig sind, am Rand des Schwarzwalds.www.lea-nicolai.de
Die Reihe


  1. Die Hexen
  2. Tore der Zeit

Mein Dank geht an...


...den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Sonntag, 12. Januar 2014

[Rezension] Sternenseelen 02 - Solange die Nacht uns trennt von Kerstin Pflieger

© Goldmann
Autorin: Kerstin Pflieger
Dt. Reihentitel: Sternenseelen
Dt. Titel: Solange die Nacht uns trennt
Dt. Erstausgabe: 12/2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3442477069
ISBN-13: 978-3442477067
Preis: 12,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.

Lilly ist so glücklich wie nie zuvor. Obwohl Raphael eine Sternenseele ist und erst nachts sein wahres Wesen zeigt, hat sie sich in ihn verliebt. Doch plötzlich taucht eine Sternenbestie in der Stadt auf und greift Lilly an. Lilly stirbt und wird selbst zur Sternenseele. Sie erfährt, dass ihr in ihrem neuen Leben nicht Raphael, sondern der mysteriöse Mikael als Seelenverwandter bestimmt ist. Zudem treibt die Sternenbestie weiterhin ihr Unwesen. Wird Lilly ihre Liebe zu Raphael durch diese schwierigen Zeiten retten können? 

Inhalt

Lilly hat ein paar aufregende Monate hinter sich. Sie hat sich in eine Sternenseele verliebt, einen Sternenbestie erlöst und ihren Stiefbruder gerettet. Jetzt hat sie die Chance, eine Sternenhüterin zu werden und scheint beinahe von den anderen Sternenseelen akzeptiert zu werden. Doch dann taucht eine weitere Sternenbestie in Aurinsbach auf und tötet Lilly. Wider aller Erwartungen wird sie aber von einem Stern erwählt und selbst zu einer Sternenseele. Nun steht wirklich nichts mehr zwischen ihrem und Raphaels Glück! Abgesehen davon, dass Lillys Zwillingsstern nicht Raphael ist. Wird Lilly sich gegen das Schicksal wehren können?

Eigene Meinung

"Sternenseelen - Solange die Nacht uns trennt" von Kerstin Pflieger ist eine gute Fortsetzung, die mir definitiv besser gefallen hat als der erste Band.

Pfliegers Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen sind detailliert und regen die Phantasie an. Doch auch dieses Mal hätte ich mir gewünscht, dass Lilly ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Der personale Erzählstil war hier manchmal ganz schön verwirrend, wobei ich gar nicht genau erklären kann, wieso. Überaus interessant waren dafür die Kapitel aus Sicht von Raphael, Mikael oder der unbekannten Sternenbestie.

Lilly und Raphael waren mir in diesem Band viel sympathischer, was vielleicht auch einfach daran lag, dass ich meine Antipathie ihnen gegenüber komplett vergessen hatte. Es hat mir gut gefallen, wie die beiden miteinander umgegangen sind, auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wie Lilly die Beziehung zu ihren Eltern so vernachlässigen konnte. Ich verstehe zwar, dass die beiden frisch verliebt sind und sich so oft wie möglich sehen wollen, aber man überlebt es auch, sich nur 3 oder 4 Nächte pro Woche zu sehen. 

Mich persönlich hat es auch arg gestört, wie leichtfertig Lilly mit dem Thema Tod und Verlust umging, nur um eine Sternenseele zu werden. Dass sie all das, was sie vorher so schnell abgetan hat, eingeholt hat als sie tatsächlich zu einer wurde, war abzusehen und meiner Meinung nach hätte sie es mal verdient, wenn für sie nicht alle Regeln gebeugt werden würden.

Das Liebesviereck, das sich im Laufe der Geschichte entwickelt, war nicht nur vorhersehbar, sondern auch wieder stark klischeebehaftet. Am ärgerlichsten war aber, dass beide Parteien komplett entgegen ihrer Vorsätze handeln. Letztlich hat sich das auch alles etwas zu simpel gelöst.

Die Geschichte als Ganzes hingegen hat mich überzeugt. Sie knüpft nahezu nahtlos an den Vorgänger an und hält sich nicht lange mit einer langweiligen Einführung auf. Es gibt zwar nicht nur actionreiche Szenen, langweilig wird es aber trotzdem nicht. Wieder einmal wird die Spannung hauptsächlich  durch die Ungewissheit darüber, wer der Feind ist, kreiert. Wer verbirgt sich hinter der unbekannten Erzählerin? Von welcher Sie ist die Rede? Was hat Sie vor?

Ein vermeintlich großes Thema sind die Problem einer jungen Sternenseele, mit denen Lilly zu kämpfen. Doch auch wenn das durchaus thematisiert wird, kam mir das eindeutig noch zu kurz. 

Das Ende ist ziemlich schwammig. Ich kann absolut nicht einschätzen, ob es eine Fortsetzung geben wird oder ob dies der Abschlussband war.

Fazit

Kerstin Pfliegers "Sternenseelen - Solange die Nacht uns trennt" ist eine gute Fortsetzung, die mir trotz der durchaus durchwachsenen Leistung besser gefallen hat als der erste Band. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, auch wenn ich mir wirklich einen Ich-Erzähler gewünscht hätte. Die Charaktere habe ich dieses Mal viel besser in Erinnerung, obwohl ich doch das ein oder andere zu meckern habe. Dafür konnte mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn einiges zu vorhersehbar war. Alles in allem hat mir der Roman aber Spaß gemacht und dafür vergebe ich 4/5 Bücher.

Die Autorin

© Bildschön - Das schnelle Bild-Netzwerk GmbH
Kerstin Pflieger lernte schon früh durch Reisen an die Küsten Europas, Afrikas und Asiens unterschiedliche Kulturen und Denkweisen kennen und entdeckte so auch ihre Liebe zum Schreiben. Nach dem Abitur studierte sie Biologie in Heidelberg und arbeitet unter anderem für ein Institut zur biologischen Stechmückenbekämpfung. Für ihren Roman »Die Alchemie der Unsterblichkeit« wurde sie in der Kategorie »Bestes deutschsprachiges Debut« mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Kerstin Pflieger lebt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn.

Die Reihe

Sternenseelen Dilogie
  1. Wenn die Nacht beginnt
  2. Solange die Nacht uns trennt

Mein Dank geht an...

...den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Montag, 30. Dezember 2013

[Rezension] Die dunkle Prophezeiung des Pan (Pan-Trilogie #2) von Sandra Regnier

© Impress
Autorin: Sandra Regnier
Dt. Reihentitel: Pan-Trilogie
Dt. Titel: Die dunkle Prophezeiung des Pan
Dt. Erstausgabe: 10/2013
Verlag: impress
Format: eBook
Seitenzahl der Printausgabe: 369
ASIN: B00F93GRCS
Preis: 3,99 €





Die Leseprobe findet Ihr hier.

Es ist wirklich nicht leicht, die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des 18. Jahrhunderts erwacht … 

Inhalt

Die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, ist nicht halb so vorteilhaft wie es vielleicht klingt. Spätestens als Felicity Morgan unter Mordverdacht steht und Lee verschwindet, wird sie noch der letzten Illusion beraubt, vor allem weil nichtmal sein Cousin Ciaran eine Hilfe bei der Suche ist. Auf sich allein gestellt, hat sie nicht mal mehr Zeit für ihren Schwarm Richard Cosgrove - erst recht nicht als sie einen Sprung ins Versailles des 18. Jahrhunderts zurücklegt...

Eigene Meinung

"Die dunkle Prophezeiung des Pan" von Sandra Regnier ist eine gute Fortsetzung, die nur minimal schwächer ist als der erste Band.

Der Schreibstil liest sich gewohnt flüssig und bildhaft. Mit ihrer humorvollen Erzählweise lädt Regnier zum Lesen ein; vor allem die selbstironische Ich-Perspektive der Protagonistin wird viele Leser begeistern.

Felicity Morgan, liebevoll Fae genannt, wuchs mir schon im ersten Band ans Herz. Sie ist so authenthisch - sie steht so mitten im Leben, dass man sie einfach lieben muss. Dadurch, dass Lee in diesem Band größtenteils verschwunden ist, bekommt sie endlich mehr Raum, um sich zu entfalten. Niemand versteht ihre Fähigkeiten, am wenigstens sie selbst, und sie ist wahrlich keine Superheldin, was ihre Abenteuer nur umso unterhaltsamer macht. Natürlich habe ich Lee vermisst, denn auch sein charismatischer Cousin Ciaran ist kein Ersatz.

Die Geschichte reicht in diesem Band viel tiefer, wird komplexer und wirft Unmengen an neuen Fragen auf. Regnier versteht es, den Leser aufs Glatteis zu führen, insbesondere deshalb, weil der Verlauf der Geschichte eine komplett neue Richtung kriegt.

Doch so eiskalt ich auch erwischt wurde, so fehlte mir doch das Twilight-würdige Knistern in der Luft, das mich beim ersten Band dermaßen an den Reader gefesselt hatte. Immerhin wird Richard Cosgrove aus dem Weg geräumt, was, obgleich erwünscht, doch arg ruppig war. Das hätte ich mir wirklich etwas einfühlsamer und vor allem nicht so aus der Luft gegriffen gewünscht.

Fazit

Sandra Regniers "Die dunkle Prophezeiung des Pan" ist eine gute Fortsetzung, die mich zwar gut unterhalten, aber nicht so fesseln konnte wie Band 1. Die Protagonistin entwickelt sich enorm weiter und auch die Geschichte steckt voller überraschender Wendungen. Hätten mir nicht die Funken zwischen Fae und Lee so gefehlt, gäbe es eigentlich kaum etwas zu bemängeln - so vergebe ich noch sehr gute 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Sandra Jungen
Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.

Die Reihe

Pan-Trilogie
  1. Das geheime Vermächtnis des Pan
  2. Die dunkle Prophezeiung des Pan
  3. Die verborgenen Insignien des Pan 

Sonntag, 17. November 2013

[Rezension] The Curse 01 - Vanoras Fluch von Emily Bold

Autorin: Emily Bold
Dt. Reihentitel: The Curse
Dt. Titel: Vanoras Fluch
Dt. Erstausgabe: 06/2012
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 382
ISBN-10: 1477678603
ISBN-13: 978-1477678602
Preis: 9,95 €



Die Außenseiterin Samantha findet im Nachlass ihrer Großmutter ein altes Amulett. Wenig später führt ein Schüleraustausch die Siebzehnjährige nach Schottland. Kaum bei ihrer Gastfamilie angekommen, wird sie bereits von den Sagen und Mythen des Landes in den Bann gezogen. Als sie dann auch noch den attraktiven Schotten Payton kennenlernt, gerät ihre Welt vollends aus der Bahn. Der mysteriöse Highlander erobert Sams Herz im Sturm. Im Strudel der Gefühle bemerkt sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt, denn was sie nicht ahnt: Paytons Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ein Geheimnis, das die Schicksale ihrer beider Familien seit Jahrhunderten untrennbar miteinander verbindet und welches nun auch Sam in Lebensgefahr bringt … 

Inhalt

Im Nachlass ihrer Großmutter entdeckt Sam ein Tagebuch und ein altes, schottisches Amulett. Kurz darauf wird ihr aufgrund ihrer schlechten Noten ein Austausch nach Schottland empfohlen. Während ihres Aufenthaltes trifft sie auf den gutaussehenden und charmanten Payton, zu dem sie sich auch gleich hingezogen fühlt. Er hingegen sendet die unterschiedlichsten Signale, doch ahnt Sam nicht, dass über ihrer Verbindung ein Fluch schwebt, der sie alle in Lebensgefahr bringen kann...

Eigene Meinung

"Vanoras Fluch" ist der gelungene Auftakt zu Emily Bolds "The Curse"-Trilogie.

Der Schreibstil ist leichtgängig und flüssig zu lesen. Beschreibungen gehen der Autorin leicht von der Hand. Vor allem die Szenen, die in Schottland spielen sind farbenfroh und bildgewaltig. Zum Großteil wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Sam erzählt; alle anderen Perspektiven werden in der dritten Person erzählt, was zu Anfang ziemlich verwirrend sein kann.

Die Charaktere sind sehr sympathisch, allen voran Sam, die sich durch ihre Bodenständigkeit auszeichnet. Sie steht in starkem Kontrast zu ihrer besten Freundin, die sich gerne und häufig verliebt - besonders gerne in die Jungs aus dem Football-Team. Alles in allem ist Kim eine arg klischee-behaftete Persönlichkeit, was ich ziemlich schade finde. Payton hingegen ist der undurchschaubare und unnahbare Held. Auch er ist auf seine Art charmant und einnehmend, allerdings fiel es mir schwer, mich auf ihn einzulassen, was vielleicht auch an dem Perspektivenwechsel liegen kann.

Alles in allem sind die Figuren noch stark ausbaufähig und ich hoffe, dass sie ihre wahre Größe in den Fortsetzungen erhalten. Gerade einige Nebenfiguren ließen sich dadurch auch schwer einordnen.

Die Geschichte ist unterhaltsam, spannend, romantisch und lustig. Eine sehr gute Mischung, wie ich finde, umso enttäuschender, dass ich mich nur schwer habe fallen lassen können. Das lag aber weniger an dem Können der Autorin, sondern eher daran, dass es für mich scheinbar die falsche Zeit war. Nichtsdestotrotz habe ich nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit Sam und Payton gelitten, geliebt und voller Anspannung dem Ende entgegen gefiebert. Für Schottland-Fans wie mich ist das Setting ja ein Traum und ich musste oft an die von mir so geliebte Highland-Saga von Diana Gabaldon denken.

Die Gestaltung dieses Buches ist überaus gelungen. Nicht nur, dass es von einem wunderschönen Cover geziert wird, es wird auch noch jeder Kapitelbeginn mit einem Landschaftsfoto untermalt.

Fazit

Emily Bolds "The Curse - Vanoras Fluch" ist ein gelungener Reihenauftakt, der vor allem Highland-Fans gefallen wird. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und bringt mit ihren gelungenen Beschreibungen den Charme Schottlands wunderbar rüber. Die Charaktere sind noch ausbaufähig, vor allem die Nebenfiguren könnten mehr Tiefe vertragen - alles in allem sind sie aber sehr sympathisch und man begleitet sie gerne auf ihrem Abenteuer. Die Geschichte ist auf ihre Art originiell und zeichnet sich durch eine gute Mischung aus Liebe, Humor und Spannung aus. Ich werde die Reihe vielleicht nicht sofort, aber definitiv weiter verfolgen - 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Emily Bold
Emily Bold lebt mit ihrer Familie in einem idyllischen Dörfchen in Bayern mit Blick auf Wald und Wiesen - äußerst ruhig und inspirierend. Sie schreibt historische Liebesromane, Paranormal Romance und Jugendbücher.
"Gefährliche Intrigen", ihr erster historischer Liebesroman, erschien im Mai 2011 bei Amazon als Ebook und landete prompt unter den Top 20 Bestsellern dieses Jahres in der Kategorie Romane. Mittlerweile sind vier weitere Historicals erschienen.
Ihre "The Curse"-Reihe wird künftig von Amazon Crossing im englischsprachigen Raum verlegt.

Die Reihe

The Curse Trilogie
  1. Vanoras Fluch
  2. Im Schatten der Schwestern
  3. Das Vermächtnis

Mein Dank geht an...

...Emily Bold für die Bereitstellung des Wanderbuches!

Montag, 2. September 2013

[Rezension] Das geheime Vermächtnis des Pan (Pan-Trilogie #1) von Sandra Regnier

© Impress
Autorin: Sandra Regnier
Dt. Reihentitel: Pan-Trilogie
Dt. Titel: Das geheime Vermächtnis des Pan
Dt. Erstausgabe: 08/2013
Verlag: Impress
Format: eBook
Seitenzahl der Printausgabe: 378
ASIN: B00DW7DZZA
Preis: 3,99 €





Die Leseprobe findet Ihr hier.

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will … 



Inhalt

Felicity lebte ein unterdurchschnittlich normales Leben - sie hat ein paar Kilo zu viel, trägt mit 18 noch eine Zahnspange, hat keinerlei Stilgefühl und muss für ihre Mutter schuften wie ein Ackergaul. In der Schule wird sie "City" genannt, um ihr plumpes, klobiges Loserdasein noch zu unterstreichen. Das ändert sich allerdings schlagartig als der unglaublich gut aussehende Leander an ihre Schule kommt. Jedes weibliche Wesen ist ihm sofort entfallen, nur Felicity lässt er kalt. Dumm nur, dass er sich offensichtlich dazu entschlossen hat, ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Als würde das noch nicht genügen, hat sie plötzlich auch noch sowas wie Visionen und Lee ist doch auch nicht ganz normal, oder?

Die Protagonistin

Felicity  Morgan ist mal eine etwas andere Protagonistin. Sie ist etwas fülliger, trägt trotz ihres Alters noch eine Zahnspange, hat die Tollpatschigkeit gepachtet und muss ständig im Pub ihrer Mutter arbeiten, wodurch sie ständig übermüdet ist und oft auch nach Alkohol und Zigaretten riecht. Trotz ihrer guten Noten ist sie deswegen bei den Lehrern unbeliebt und ihre Mitschüler halten sie für eine Alkoholikern. Dabei möchte sie nichts lieber als den Teufelskreis ihrer Familie zu durchbrechen, indem sie studiert und später Lehrerin wird. Allerdings scheint ihr immer etwas in die Quere zu kommen bis Lee an ihrer Schule auftaucht und ihr zeigt, welchen Wert sie wirklich hat...

Eigene Meinung

"Das geheime Vermächtnis des Pan" von Sandra Regnier ist für mich die Überraschung des Jahre.

Der Schreibstil ist leichtgängig und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind dezent und regen die Fantasie an, lustigerweise werden die Figuren dabei oft ausgelassen. Abgesehen von einem Prolog, der aus Sicht von Leander erzählt wird, wird der Rest der Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, Felicity, geschildert.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und sehr vielseitig, abgesehen von den gängigen Highschool-Klischees. Allgemein konzentriert sich Regnier auf die Protagonisten während die meisten anderen nur auf einer Schiene fahren. Die Hauptfiguren haben dafür ihre Stärken und Schwächen und sind nicht immer ganz leicht zu durchschauen. 

Die Geschichte ist ganz anders als erwartet. Der Großteil davon kommt tatsächlich ohne Magie aus, wenn überhaupt ist sie nur ganz dezent vorhanden und gliedert sich völlig unauffällig in das Geschehen ein. Bei diesem Trilogieauftakt liegt klar die Entwicklung der Protagonistin im Vordergrund, wie sie sich langsam aber sicher vom hässlichen Entlein in einen schönen Schwan verwandelt und dabei auch an Selbstvertrauen gewinnt.

Die Liebesgeschichte kann man nicht direkt als solche betiteln. Von Anfang an ist klar, dass Felicity und Leander füreinander bestimmt sind, trotzdem interessieren sich beide für andere Personen und freunden sich miteinander an, anstatt sich einer klischeehaften prophezeiten Liebe hinzugeben. Das Interessante dabei ist, dass es trotzdem gehörig knistert. Seit Bella und Edward hab ich kein Heldengespann mehr erlebt, dass mich so mitgerissen hätte. Ich hatte richtig Herzklopfen und muss zugeben, dass auch ich mich Lees Charme nicht erwehren konnte. Allgemein versteht Regnier es ganz wunderbar, Gefühle zu transportieren.

Das Cover find ich einfach toll. Es passt zur Geschichte und da Grün meine Lieblingsfarbe ist, stach es mir natürlich sofort ins Auge!

Fazit

Sandra Regniers "Das geheime Vermächtnis des Pan" ist ein richtiger "Geheimtipp". Die Geschichte macht Spaß und zog mich so in ihren Bann, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Schon lange hatte ich nicht mehr so starkes Herzklopfen und habe dermaßen mitgefühlt. Ein toller Schreibstil und eine Protagonistin, die alles andere als gewöhnlich ist, machen dieses Buch zu etwas besonderem. Ich kann es nur jedem ans Herz legen und vergebe gerne 5/5 Bücher!

Die Autorin

© Sandra Jungen
Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.

Die Reihe

Pan-Trilogie
  1. Das geheime Vermächtnis des Pan
  2. Die dunkle Prophezeiung des Pan
  3. Die verborgenen Insignien des Pan 

Mein Dank geht an...

...Lovelybooks, den Carlsen Verlag und an die Autorin Sandra Regnier für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 
 
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