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Samstag, 17. Mai 2014

[Rezension] Eistochter von Dawn Rae Miller

© Blanvalet Verlag
Autorin: Dawn Rae Miller
Dt. Titel: Eistochter
Dt. Erstausgabe: 02/2014
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3442269458
ISBN-13: 978-3442269457
Preis: 9,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.

Nach dem Langen Winter, dem ein Großteil der Weltbevölkerung zum Opfer fiel, liegt der Staat im Kampf gegen die »Empfindsamen«, Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Die 17-jährige Lark weiß, was von ihr als Nachfahrin der großen Staatsgründer verlangt wird: eine gehorsame Bürgerin werden. Aber dann wird ihre große Liebe Beck beschuldigt, zu den Empfindsamen zu gehören, und verschwindet spurlos. Als sich Lark aufmacht, um seine Unschuld zu beweisen, wird alles, an das sie je glaubte, auf den Kopf gestellt: Denn auch sie selbst ist eine Empfindsame – und dazu bestimmt, Beck zu töten …

Freitag, 13. Dezember 2013

[Challenge] blanvalet-Challenge 2014

Veranstalter: Lesendes Katzenpersonal

Die Regeln:

  • Im Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2014 sollen mindestens 20 Bücher des blanvalet-Verlags gelesen und rezensiert werden (es muss der Verlag auf dem Buchcover erkennbar sein). Limes und Penhaligon zählen nicht zur Challenge.
  • Wer teilnehmen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar unter diesem Post.
  • Ein späterer Einstieg in die Challenge ist kein Problem, jedoch zählen erst die ab der Anmeldung rezensierten Bücher! Es lohnt sich also, sich vorher anzumelden und es einfach zu probieren.
  • Falls ihr auf eurem Blog über die Challenge berichten wollt, könnt ihr euch das Logo gerne mitnehmen.
  • Alle Teilnehmer führen diese Challenge auf ihrem eigenen Blog durch, in dem sie den Post / die Seite, hier bitte den Direkt-Link mitteilen, mindestens 1 x im Monat aktualisieren. Bitte macht klar erkenntlich, welche Bücher im jeweiligen Monat neu rezensiert wurden, sei es durch eine chronologische Aufstellung, in der ich dies ersehe oder mit dem Vermerk des Monats hinter der entsprechenden Rezension.
  • Die gelesenen Bücher dieser Challenge können auch gerne mit anderen Challenges kombiniert werden.
Unterstützung:
Auch für das Jahr 2014 hat mir der blanvalet-Verlag seine Unterstützung zugesagt. Diejenigen Teilnehmer, die in 2012 und/oder 2013 bereits mitgemacht haben, wissen, wie uns blanvalet bereits im Challenge-Kampf unterstützt hat und uns auch weiterhin unterstützen möchte. Auch für die besten 3 werden wir uns wieder was einfallen lassen - Ehrgeiz und Lesesucht soll ja belohnt werden.

Verwaltung:
Ich werde die Challenge wieder betreuen und euch regelmäßig einmal im Monat (nach Möglichkeit immer am 1. des Folgemonats) ein Update schreiben, damit ihr zu diesem Zeitpunkt erkennen könnt, an welcher Stelle ihr gerade unter den Teilnehmer in Richtung Siegertreppchen steht. Gerne stehe ich euch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

  1.  Ein Hauch von Schnee und Asche von Diana Gabaldon
  2.  Eistochter von Dawn Rae Miller
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Donnerstag, 12. September 2013

[Rezension] Du.Wirst.Vergessen. von Suzanne Young

© Blanvalet Verlag
Autorin: Suzanne Young
Originaltitel: The Program (The Program #1)
Dt. Titel: Du.Wirst.Vergessen.
Dt. Erstausgabe: 08/2013
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3442269210
ISBN-13: 978-3442269211
Preis: 14,00 €




Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen … 

Inhalt

Sloane lebt in einer Zeit, in der Selbstmorde zu einer Epidemie ausgeartet sind. Die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen, bietet „Das Programm“, das ihren Patienten die Erinnerungen raubt. Nach dem ihr Bruder gestorben ist und ihre beste Freundin in „Das Programm“ geschickt wurde, klammert sie sich an ihren Freund, James. Die beiden geben einander Halt und stützen sich, wenn die erdrückende Last zu viel wird. Stets müssen sie gute Miene zum bösen Spiel machen und weinen kommt einem Schuldgeständnis gleich. Als dann jedoch ihr beider bester Freund stirbt, wird James krank und kommt ins Programm. Sloane hat niemanden mehr und doch kämpft sie um ihr Leben, ihre Erinnerung. Sie klammert sich daran, dass James und sie wieder zueinander finden, doch was wenn nicht?

Die Protagonistin

Sloane ist auf dem ersten Blick eine ziemlich schwache Persönlichkeit. Sie versteckt sich hinter ihrem Happy Face und klammert sich an ihren Freund, bei dem sie offen weinen kann und der ihr verspricht, sie sowohl vor dem Tod als auch dem Programm zu beschützen. Erst als er selbst in „Das Programm“ eingeliefert wird und Sloane nur noch sich selbst hat, erkennt man den Funken Kampfgeist in ihr. Weiterhin stützt sie sich auf ihre Liebe zu James, aber sie zeigt, dass weitaus mehr in ihr steckt und es ist schön, mitzuerleben, wie sie selbst erkennt, dass sie leben will…

Eigene Meinung

Du.Wirst.Vergessen.“ von Suzanne Young ist eine ruhige, sehr düstere Dystopie, die den Leser weniger mit Spannung als mit dieser einzigartigen Atmosphäre fesselt.

Youngs Schreibstil transportiert auf ganz einzigartige Weise jegliche Emotionen, sodass man als Leser völlig gebannt und stellenweise richtig an das Buch gebunden ist. Sie schreibt flüssig und bildhaft und unterhält den Leser mit einer Leichtigkeit, die man einem, von inneren Monologen dominierten, Roman gar nicht zutraut. Erzählt wird die Geschichte von Sloane aus der Ich-Perspektive.

Die Charaktere sind komplex und authentisch. Ihre starken Persönlichkeiten machen diesen Roman aus. Young fokussiert sich völlig auf die Jugendlichen und lässt nahezu jeden Erwachsenen außen vor. Die wenigen, die vorhanden sind, treten meist als Feind auf oder sind so undurchsichtig, dass man nicht weiß, was man von ihnen halten soll.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist Sloanes furchtbare Naivität, die sie immer wieder in die Falle tappen lassen. Außerdem hat sie ein Talent dafür, das Offenkundige zu übersehen und dafür hätte ich sie am Liebsten gewürgt.

Die Geschichte ist sehr ruhig, hat dafür atmosphärisch aber richtig viel zu bieten! Spannung wird weniger durch actionreiche Szenen, sondern von einer gewissen Paranoia verursacht, die nach und nach auch auf den Leser übergreift. Vor allem, weil man keine Ahnung hat, wie diese „Seuche“ zustande gekommen ist, was erste Anzeichen dafür sind etc. Denn in einer Welt, in der eine dermaßen hohe Selbstmordrate herrscht, steht doch jeder am Rande einer Depression. Dass man den Kindern die Chance verweigert, um ihre Freunde oder Verwandte zu trauern, ist nicht nur grausam und falsch, sondern schlichtweg unglaubwürdig. Zumindest in dem Sinne, dass die Eltern und die Lehrer nicht wirklich daran glauben können, dass jemand, der gerade einen solchen Verlust hinter sich hat, lachend durch die Weltgeschichte läuft. Diese Situation ist so furchtbar, dass ich zwischenzeitlich am liebsten für die Protagonisten geweint hätte!

Der Lichtstreif am Horizont ist die Beziehung von James und Sloane. Aus all diesem Elend ist wahre Liebe entstanden, die die beiden stets verbindet. Ihre Liebesgeschichte ist ein wichtiger Bestandteil des Romanes und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass es nur darum ginge. Und das, obwohl man sich um die beiden sorgt und mit ihnen leidet und liebt.

Der Titel „Du.Wirst.Vergessen.“ ist eine Ansage, eine Drohung, die während des Lesens dauerhaft spürbar ist. Das Cover ist nicht unbedingt „schön“, aber ein echter Hingucker und es passt ziemlich gut, lernt man doch auch drei verschiedene Seiten von Sloane kennen.

Fazit

Suzanne Youngs „Du.Wirst.Vergessen.” ist eine einmalig düstere Dystopie, die durch eine außergewöhnliche Atmosphäre aus der Masse hervorsticht. Der Roman besticht durch ausdrucksstarke Persönlichkeiten und eine Zukunftsvision, die man sich nicht im Traum vorstellen mag. Youngs toller Schreibstil transportiert so gut die Emotionen, dass man richtig mitgerissen wird. All die offenen Fragen lassen mich die Fortsetzung kaum erwarten und alles in allem kann ich diesen Reihenauftakt nur empfehlen – 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Dawn Goei
Suzanne Young ist eine amerikanische Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in Creative Writing gab sie als Lehrerin mehrere Jahre lang Sprachunterricht. Suzanne lebt momentan in Tempe, Arizona, wo sie Ideen für neue Romane auf Restaurantservietten kritzelt, während sie Burritos isst.

Die Reihe

The Program Trilogie
  1. Du.Wirst.Vergessen. / The Program (The Program #1)
  2. ??? / The Treatment (The Program #2) 

Originalcover

Mein Dank geht an...

... den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 22. Mai 2013

[Rezension] Wo die Nacht beginnt von Deborah Harkness

© Blanvalet Verlag
Die Autorin: Deborah Harkness
Originaltitel: Shadow of Night
Titel: Wo die Nacht beginnt
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Blanvalet
Format: Hardcover
Seitenzahl: 800
ISBN-10: 3764504676
ISBN-13: 978-3-764-50467-0
Preis: 19,99 € 



Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Jegliche Informationen vom Verlag gibt es hier.

Ihre Liebe ist stärker als jede Regel, stärker als die Zeit und das Leben selbst. Doch als Diana und Matthew im elisabethanischen London angekommen sind, werden sie auf eine harte Probe gestellt. In einer Welt der Spione und der Täuschung muss Diana einen Tutor finden, der sie in der fortgeschrittenen Hexenkunst unterweist, während Matthew unfreiwillig mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und welche Rolle spielt der enge Kreis von Matthews Freunden, die einst die geheimnisvolle »Schule der Nacht« gründeten und ihre gemeinsame Zukunft bedrohen?

Inhalt

Nachdem Matthew und Diana in die Vergangenheit geflohen sind, sehen sie sich mehr Problemen gegenüber gestellt als erwartet. Das fängt schon damit an, dass der historische Matthew einfach ganz verschwindet, wodurch unweigerlich der Verlauf der Zeit verändert wird. Doch nicht nur Matthew hat zu kämpfen, denn Dianas gerade entdeckten Kräfte verändern sich und sie fürchtet sich vor dem, was aus ihr wird…

Eigene Meinung

Wo die Nacht beginnt“ von Deborah Harkness ist eine würdige Fortsetzung, die alle meine Erwartungen übertroffen hat.

Nahtlos knüpft die Geschichte am Vorgängerband an und auch ich hatte keinerlei Einstiegsschwierigkeiten. Der Schreibstil zog mich gleich wieder in seinen Bann und Harkness' bildgewaltige Sprache beeindruckte mich schon auf den ersten Seiten. Die Mischung aus personalem Erzählstil und der Ich-Perspektive ist nur eine der vielen Besonderheiten, die dieses Werk ausmachen. Besonders gefallen hat mir die kurze Zusammenfassung des ersten Bandes, die man am Anfang des Buches findet.

Die Charaktere überzeugen mal wieder auf ganzer Linie. Während sich Claire und Matthew notgedrungen weiterentwickeln und natürlich weiterhin als Protagonisten fungieren, treten die altbekannten und liebgewonnenen Nebenfiguren in den Hintergrund. Ihnen sind nur wenige Schlüsselszenen gegönnt, die die Verbindung zur „heutigen“ Zeit stellen. Dafür lernt man viele neue Gestalten kennen, darunter auch historische Figuren, die man in diesem Licht bestimmt noch nicht betrachtet hat. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit haucht Harkness diesen neuen Figuren Leben ein und man kriegt das Gefühl, diese Personen persönlich zu kennen.

Bevor ich mich dieses Wälzers annahm, musste ich mich erstmal überwinden. Das hatte rein gar nichts damit zu tun, dass ich es nicht lesen wollte, genau genommen wollte ich nach der Lektüre des ersten Bandes nichts anderes tun, aber es wurden doch schon viele Stimmchen laut, die behaupteten, dass die 800 Seiten im zweiten Band viel zu viel waren – und da hatte ich Angst. Angst davor, wieder einmal von einer Fortsetzung enttäuscht zu werden.

Tja, selten war meine Angst so unbegründet. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Atmosphäre gepackt, die Harkness erzeugt und ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe 3 Tage lang jede freie Minute mit lesen verbracht, während der Arbeit darüber nachgedacht wie es weitergeht und des Nachts von Dianas Kampf mit der Magie geträumt. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt, gelacht und geweint und für mich waren diese 800 Seiten noch viel zu wenig!

Hatte man es im ersten Band noch mit einer fantastischen Liebesgeschichte zu tun, wird man nun mit einer klassischen Zeitreisethematik und den daraus folgenden historischen Elementen konfrontiert. Die Vielfältigkeit dieser Trilogie ist einzigartig und spricht so natürlich auch ein breites Publikum an.

Die Geschichte ist in 6 Teile gegliedert, dabei spielen 95% in der Vergangenheit. Doch die wenigen Szenen in der Gegenwart sind die Bindeglieder zum ersten Band, die Brücke zwischen den Zeiten und diese sorgten ein ums andere Mal für Gänsehaut bei mir. Zu sehen, welche Auswirkungen Dianas und Matthews Verhalten in der Vergangenheit auf die Zukunft hatte, ist einfach faszinierend.

Große Emotionen verbergen sich mal mehr, mal weniger offensichtlich zwischen den Zeilen und wer sich drauf einlässt, kriegt viel geboten!

Fazit


Deborah Harkness’ „Wo die Nacht beginnt“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die für mich auch gut und gerne noch mal 800 Seiten hätte haben können. Altbekannte Charaktere muss man zwar dieses Mal missen, dafür kriegt man eine unglaubliche Anzahl an neuen und überhaus lebhaften Figuren geboten. Die Atmosphäre dieses Werkes ist einzigartig und schlägt den Leser in seinen Bann - da ist eine Warnung vor Suchtgefahr geboten! Die Liebesgeschichte ist berührend und realistisch; die Magie allgegenwärtig und doch alles andere als aufdringlich. Für mich ist diese Reihe ein Must-Read für jeden Fantasyfan, Zeitreisefan und selbst die Historiker unter uns kommen nicht zu kurz. 5/5 für dieses Meisterwerk!

Die Autorin

© Vania Stoyanova
Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).  

Die Reihe

  1. Die Seelen der Nacht / A Discovery of Witches
  2. Wo die Nacht beginnt / Shadow of Night
  3. ??? / ???

Originalcover 

Mein Dank geht an...

... den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Sonntag, 31. März 2013

[Rezension] Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness

© Blanvalet Verlag
Die Autorin: Deborah Harkness
Originaltitel: A Discovery of Witches
Titel: Die Seelen der Nacht
Dt. Erstausgabe: 09/2011
Verlag: Blanvalet
Format: Hardcover
Seitenzahl: 800
ISBN-10: 3764503912
ISBN-13: 978-3-764-50391-8
Preis: 19,99 € 



Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Jegliche Informationen vom Verlag gibt es hier.

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

Inhalt

Diana Bishop ist als Historikerin in Oxford tätig. Bei ihren Forschungsarbeiten stößt sie auf ein Manuskript, so voller Magie, dass es wachruft, was sie lange zu verbergen versucht hat. Denn sie ist eine Hexe, die Letzte aus dem mächtigen Hause Bishop. Eine Hexe, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Mensch zu sein. Durch den Fund des Manuskripts werden nicht nur ihre Kräfte geweckt, der gebrochene Bann lockt auch noch alle möglichen Geschöpfe an. Darunter ein uralter Vampir, der Dianas Herz schneller schlagen lässt...

Die Protagonistin

Diana Bishop ist eine der mächtigsten Hexen ihrer Zeit - dumm nur, dass sie nichts davon weiß und am liebsten ein Mensch wäre. Nach dem tragischen Tod ihrer Eltern steht für sie fest, dass Magie nichts als Gefahren mit sich bringt. So nutzt sie die erstbeste Gelegenheit, ihrer Familie und dem Druck der Magie zu entfliehen, und verschwindet ans College, wo sie ihre Leidenschaft für die Geschichte entdeckt. Als Historikerin findet sie eine Festanstellung in Oxford, wo sie sich auf die Alchemie spezialisiert. Nach dem fatalen Fund des Manuskripts "Ashmole 782" gerät ihr ruhiges Leben aus den Fugen und sie muss sich ihrer Vergangenheit und der Magie stellen.

Eigene Meinung

"Die Seelen der Nacht" von Deborah Harkness ist eine fantastische Geschichte voller Liebe und Magie, die alle meine Erwartungen übertroffen hat und mich voll und ganz begeistern konnte.

Der Schreibstil ist einzigartig und fesselnd zugleich. Erzählt wird die Geschichte zum einen aus Dianas Sicht in der 1. Person und zum anderen von einem auktorialen Erzähler. Das mag am Anfang etwas verwirrend sein, aber schon nach kurzer Zeit erkennt man die Genialität dahinter. So liegt der Fokus zwar weiterhin auf der Protagonistin, gleichzeitig ist man nicht so eingeschränkt wie bei der normalen Ich-Perspektive, die ausschließlich die Gedanken- und Gefühlswelt der Erzählerin transportiert.

Die Charaktere sind unglaublich vielseitig und lebendig. Auf 800 Seiten bleibt aber auch genug Spielraum, um selbst Nebencharaktere gut kennen zu lernen. Das Fundament vieler Figuren besteht aus Klischees und Altbewährtem, nur um im Laufe der Geschichte vollends widerlegt zu werden. Das macht es meiner Meinung nach nur authentischer, denn ist der erste Eindruck nicht oft nur ein Klischee?

Das Zusammenspiel von Dämonen, Hexen und Vampiren ist eine explosive Mischung, die Stoff für viele interessante Dialoge und Ereignisse bietet. Die grundlegenden Eigenschaften, die Harkness diesen Geschöpfen zugesprochen hat, sind passend und unterhaltsam. Auf dieser Grundlage kreiirt sie ihre fantastischen Persönlichkeiten.

Die Grundideen der Geschichte sind nicht alle innovativ, dafür neu kombiniert und anders interpretiert. Allgemein ist dieser Roman auf ein ganz anderes Publikum ausgerichtet als die meisten derzeit bekannten Fantasyromane. Aus beinahe jedem Satz strahlt einem die Reife entgegen, die vor allem die vielen Fachbegriffe und intellektuellen Passagen entschuldigt. Diese sollten den Leser aber nicht groß verwundern, immerhin sind die Hauptfiguren in der biochemischen und historischen Forschung tätig. Ob das alles zu 100% seine Richtigkeit hat sei dahingestellt, dafür kenn ich mich nicht gut genug in der Materie aus. Fakt ist, dass man auf jeden Fall mehr aus dem Buch mitnimmt als ein paar positive Eindrücke.

Wer sich spannungsgeladene Szenen erhofft, mag enttäuscht werden, denn die Liebesgeschichte steht ganz klar im Mittelpunkt. Mich persönlich hat das nicht gestört, denn diese ist wirklich schön gestaltet. Es gibt keine lästige Dreiecksbeziehung und dem Alter der Beteiligten hat man zu verdanken, dass man keine nervigen Teenie-Dramen ertragen muss. Rumgeturtel und Kitsch wird man lange suchen, dafür passiert auch genug drumherum. 

Dieser Roman zeichnet sich durch die Liebe zum Detail aus. Orte, Persönlichkeiten und die verschiedenen Atmosphären erscheinen so real, dass man das Gefühl hat, live dabei zu sein. Ich habe gesehen, was die Charaktere gesehen haben, gehört, was sie gehört haben und gerochen, was sie riechen durften. Ich spürte das zerbrechliche Manuskript in meinen Händen und verlor mich in der Stile einer ehrwürdigen Bibliothek. Verliebt habe ich mich aber in das Hexenhaus der Bishops. Was würde ich dafür geben, dort zu wohnen!

Vollends überzeugen konnte mich der unterschwellige Humor, den man so oft gar nicht erwartet hat. 

Das Cover ist schön, aber nichtssagend. Das Originalcover mag passender sein, vielleicht bin ich auch einfach nur nicht der Blumentyp, trotzdem ist das deutsche Cover ansprechend und ästhetisch. Es ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert und die Geschichte kann in jedem Gewand überzeugen.

Fazit

Deborah Harkness "Die Seelen der Nacht" ist der überaus gelungene Aufakt ihrer All-Souls Trilogie. Es ist eine Geschichte voller Liebe und Magie, die sich durch die Detailverliebtheit der Autorin auszeichnet. Nicht nur die Figuren erscheinen lebendig, das Setting und die Atmosphäre sind ebenso plastisch und greifbar. Wer sich darauf einlässt, verliebt sich nicht nur in die Figuren, sonden in ihr Leben und die Umgebung. Fantasy für Erwachsene, die durch unterschwelligen Humor und den Verzicht auf klassische Klischees überzeugt. Ich mag dieses Jahr viele gute Bücher gelesen haben, aber die wenigstens haben mich so begeistert. Volle 5/5 Bücher!

Die Autorin

© Vania Stoyanova
Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).  

Die Reihe

  1. Die Seelen der Nacht / A Discovery of Witches
  2. Wo die Nacht beginnt / Shadow of Night
  3. ??? / ???

Originalcover 

Mein Dank geht an...


... den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 
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