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Sonntag, 13. April 2014

[Rezension] Zeitenzauber 03 - Das verborgene Tor von Eva Völler

© Baumhaus Verlag
Autorin: Eva Völler
Dt. Reihentitel: Zeitenzauber
Dt. Titel: Das verborgene Tor
Dt. Erstausgabe: 03/2014
Verlag: Baumhaus
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3833902736
ISBN-13: 978-3833902734
Preis: 14,99 €




Die Leseprobe findet Ihr hier.

Anna und Sebastiano sollten eigentlich nur einen Ingenieur nach London in das Jahr 1813 begleiten. Doch dort angekommen, erwartet sie eine weitaus gefährlichere Mission: Jemand versucht, sämtliche Zeitreise-Tore zu zerstören, und nur Anna und Sebastiano können es verhindern. Getarnt als Geschwister tauchen sie in die High Society des Londoner Adels ein und stellen schon bald fest, dass an jeder Ecke Intrigen und Gefahren lauern ...

Inhalt

Anna und Sebastiano haben einen harmlosen Auftrag: einen Ingenieur ins London des 19. Jahrhunderts zu begleiten. Doch schnell entpuppt sich dieser Auftrag als der wichtigste in ihrer Laufbahn, denn einer der Ältesten ist dabei, alle Tore zu zerstören, um sich in diesem einen Jahr als ewiger König aufzuschwingen. Wieder einmal sind Anna und Sebastiano auf sich alleine gestellt und riskieren ihr Leben, um etwas aufzuhalten, das über ihr Verstehen hinaus geht...

Eigene Meinung

"Zeitenzauber - Das verborgene Tor" von Eva Völler ist ein besonderes Finale, das mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.

Der Schreibstil ist gewohnt locker, leicht und jugendlich. Die Beschreibungen sind farbenfroh und überaus humorvoll. Auch wenn es nicht wirklich realistisch ist, ist Annas Umgang mit der Vergangenheit doch überaus amüsant. Die Geschichte wird weiterhin aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt.

Die Charaktere sind ganz sie selbst und haben sich nicht großartig verändert. Das ist auch gar nicht weiter schlimm, denn die beiden sind so liebenswürdig, dass man gar keine Entwicklung erwartet. Abgesehen davon, dass es schon schön ist, mitanzusehen, wie Sebastiano sich immer mehr öffnet.

Vor allem in Anbetracht ihrer Beziehung, die mittlerweile so solide ist, dass der Schwerpunkt nicht auf der Liebesgeschichte liegt. Natürlich gibt es das übliche Beziehungs Auf und Ab, aber das gehört einfach mit dazu. Immerhin muss man sich nicht die übliche Frage stellen, ob sie sich am Ende kriegen oder nicht.

Die Geschichte steckt voller Überraschungen und weist doch die üblichen Parallelen auf. Das mindert aber keinesfalls den Unterhaltungswert, eher verstärkt es noch den Charme, den diese Trilogie ausmacht. Ein ganz großes Plus gibt es für die Antworten auf Fragen, die man in Bezug auf die Alten angesammelt hat. Allerdings sind das nur recht oberflächliche Antworten, die das große Mysterium nicht mal ansatzweise ins Wanken bringen.

Das historische Setting ist der Autorin auch dieses Mal gut gelungen, aber es hat mich doch sehr gestört, dass Anna sich so gar keine Mühe gibt, sich an die gegebenen Umstände anzupassen. Zwar sorgt ihre Tollpatschigkeit und ihr Talent, jedes Fettnäpfchen mitzunehmen, für mehr als einen Lacher, aber es wäre realistischer gewesen, wenn es Konsequenzen gegeben hätte. Immerhin ist das nicht gerade ihr erster Auftrag.

Das Finale lässt hoffen, dass es kein Abschied für immer ist - und selbst wenn, ist es ein schöner, runder Abschluss.

Fazit

Eva Völlers "Zeitenzauber - Das verborgene Tor" ist ein toller Abschluss, der wieder überaus unterhaltsam ist. Schnell gelesen, romantisch, actionreich und charmant humorvoll. Überraschende Wendungen konkurrieren mit dem Altbekannten. Wie immer eine schöne Mischung, die mich zufrieden zurücklässt. Sehr gute 4/5 Bücher!

Die Autorin


Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." 

Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Die Reihe

Zeitenzauber Trilogie
  1. Die magische Gondel
  2. Die goldene Brücke
  3. Das verborgene Tor

Mein Dank geht an...


...den Baumhaus Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Donnerstag, 20. Juni 2013

[Rezension] Timeless - Schatten der Vergangenheit von Alexandra Monir

© Heyne Verlag
Autorin: Alexandra Monir
Originaltitel: Timekeeper
Dt. Reihentitel: Timeless Dilogie
Dt. Titel: Schatten der Vergangenheit
Dt. Erstausgabe: 06/2013
Verlag: Heyne
Format: Hardcover
Seitenzahl: 304
ISBN-10: 3453267591
ISBN-13: 978-3453267596
Preis: 14,99 €


Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Michele liebt Philip, und Philip liebt Michele – die Sache hat nur einen Haken: Er lebt als Musiker im New York des Jahres 1910 und sie in der Gegenwart. Doch eines Tages taucht Philip in Micheles Highschool auf, und alles gerät aus den Fugen. Hat ihre Liebe, die gegen die Gesetze des Universums verstößt, eine Chance?

Im glitzernden New York des Jahres 1910 hat die 16-jährige Michele in dem Musiker Philip ihre erste große Liebe gefunden – und wieder verloren. Denn irgendwann muss sie zurück in die Gegenwart. Als ihr plötzlich in ihrer Highschool Philip gegenübersteht, traut sie ihren Augen nicht und kann ihr Glück kaum fassen. Doch ihre Freude ist nur von kurzer Dauer: Denn Philip scheint sich an nichts erinnern zu können, nicht an sie, nicht an ihre gemeinsamen, romantischen Stunden – und auch nicht daran, wer er eigentlich ist und aus welcher Zeit er kommt. Michele ahnt, dass ein dunkles Verhängnis an Philips plötzlichem Gedächtnisverlust schuld ist – ein Verhängnis, das bis in die Tiefen ihrer eigenen Familiengeschichte zurückreicht. Fast zu spät erkennt sie, dass Philip in großer Gefahr schwebt, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

 

Inhalt

Philip hat es geschafft! Er ist wahrhaft in ihrer Zeit gelandet. Allerdings scheint er sich nicht an Michele erinnern zu könnnen...schlimmer noch: offensichtlich hat er Gefallen an der Schulschönheit Kaya gefunden. Für Michele der reinste Alptraum, doch das ist lange nicht die unangenehmste Angelegenheit, die sie beschäftigt, denn eine lang verstorbene Verwandte sinnt auf Rache und Michele bleiben nur 7 Tage Zeit, um sie aufzuhalten...

Eigene Meinung

Ich hatte das Glück, direkt nach Alexandra Monirs "Timeless" zu der Fortsetzung "Schatten der Vergangenheit" greifen zu dürfen. Umso schöner war es für mich, dass Band 2 nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft.

Gleich zu Anfang fielen mir erste Änderungen aus. So bekam der Leser zwischen jedem Kapitel einen Abschnitt aus dem "Handbuch der Zeitgesellschaft", sodass viele offene Fragen beantwortet wurden. Außerdem erlebte man Abschnitte aus Sicht von Irving Henry, Michels Vater. Der Schreibstil lockt auch weiterhin mit seiner Leichtigkeit, allerdings wurde das Tempo in diesem Band nochmal um einiges gesteigert, sodass man Micheles Zeitreisen gleich durch die Kapitel rast.

Die Charaktere erscheinen auch weiterhin ziemlich farblos, vielleicht sogar noch blasser als im Vorgängerband. So hat Monir in dem Versuch, ihre Figuren lebhafter erscheinen zu lassen, auch den Nebenfiguren etwas mehr Raum und einige Konflikte angedacht, die aber soweit ungelöst bleiben, dass ich mich einfach fragen muss, warum man sie überhaupt angeführt hat. Dabei kann man sich wunderbar in die Persönlichkeiten hineinversetzen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird - leider beschränkt sich das ja bekanntlich auf nur zwei Stück. Weiterhin hatte ich kein genaues Bild von Philip vor mir, obwohl er so ausgiebig und oft beschrieben wird. 

Die Geschichte ist um einiges spannender als vorher. In diesem Szenario wird Michele gleich mit drei Konflikten konfrontiert, die es schnellstmöglich zu lösen gilt, denn die Zeit rennt - buchstäblich. Micheles Kampfgeist ist bewundernswert, obwohl sie immer mal wieder das Ziel aus den Augen verliert. Dass sich die Beziehung zu ihren Großeltern endlich zu etwas entwickelt, das dieser Bezeichnung wert ist, ist erfreulich und alles in allem wird man wieder gut unterhalten. Doch leider stecke ich wieder in derselben Zwickmühle wie bei "Timeless", hatte ich doch unglaublichen Spaß beim Lesen, muss aber, kritisch betrachtend, einiges bemängeln. So bleibt trotz der Auszüge aus dem Handbuch weiterhin einiges ungeklärt und dass durch-den-Raum-reisen wird hier noch schamloser ausgenutzt. Außerdem ist da diese eine große Sache, die Michele betrifft, die ein Thema im Großteil des Buches ist und trotzdem ungeklärt bleibt. Und wie erklärt man die Existenz Philips in unserer Zeit? Es gibt zwar einige Lösungsansätze, aber wirklich belegt ist keiner davon und irgendwie wurmt mich das. Dabei bin ich als passionierte Fantasy-Leserin eigentlich ziemlich abgehärtet, was bedingungslose Akzeptanz betrifft - Fakt ist aber nun mal, dass Zeitreiseromane eben kein Fantasy im klassischen Sinn sind. Dann darf ich doch wohl meckern, oder?

Der große Showdown hat dafür alles, was man sich nur wünschen kann und ich hatte sogar ein klein wenig Gänsehaut, obwohl auch dieser viel zu schnell und viel zu glatt vorbeiging.

Fazit

 
Mit "Timeless - Die Schatten der Vergangenheit" hat Alexandra Monir eine tolle Fortsetzung geschaffen, die jeden Fan der Reihe und des Genres begeistern wird. Ich kam an sich voll auf meine Kosten und auch wenn dieser Roman ein schönes, rundes Ende hat, hoffe ich inständig auf eine Fortsetzung. Die Kritikerin in mir lässt sich aber leider von keinem guten Gefühl den Mund verbieten, sodass ich einfach anführen muss, dass mir wieder einmal einige Erklärungen zu schwammig sind oder einfach fehlen. Dass die Nebenfiguren und selbst Micheles große Liebe einfach farblos und nicht überzeugend sind und dass sich die Autorin durchaus etwas mehr Zeit nehmen kann. So schön kurzweilige Lektüren auch sind, so gerne hätte ich etwas mehr Zeit in der ein- oder anderen Epoche, mit der ein- oder anderen Figur verbracht. Trotz allem kann ich diese Dilogie (?) getrost weiterempfehlen, denn Spaß hat man beim Lesen allemal. 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Neal Preston
Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und endeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles.

Die Reihe

Timeless Dilogie
  1. Schatten der Vergangenheit / Timekeeper

Originalcover


Mein Dank geht an...

... den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

[Rezension] Timeless von Alexandra Monir

© Heyne Verlag
Autorin: Alexandra Monir
Originaltitel: Timeless
Dt. Reihentitel: Timeless Dilogie
Dt. Titel: Timeless
Dt. Erstausgabe: 06/2012
Verlag: Heyne
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3453267583
ISBN-13: 978-3-453-26758-9
Preis: 14,99 €


Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...

Als die Mutter der 17-jährigen Michele Windsor bei einem Unfall ums Leben kommt, verliert Michele auf einen Schlag alles, was ihr lieb war: ihre Familie, ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung. Denn sie muss zu ihren Großeltern, die sie nie kennengelernt hat, nach New York ziehen. In deren luxuriösem Appartement fühlt Michele sich verloren – bis sie bei ihren Streifzügen durch die mit Antiquitäten vollgestellten Räume auf das Tagebuch eines ihrer Vorfahren stößt. Was Michele nicht ahnt: Das Tagebuch ist ein magisches Portal in die Vergangenheit. Ehe sie sichs versieht, findet sie sich plötzlich auf einem Maskenball im New York des Jahres 1910 wieder. Dort begegnet sie einem jungen Mann, den sie nur zu gut kennt. Nacht für Nacht blickt sie in seine tiefblauen Augen, ist gebannt von seinem umwerfenden Lächeln – in ihren Träumen. Dass Michele ihm jetzt leibhaftig gegenübersteht, verändert alles. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um eine unmögliche Liebe wahr werden zu lassen.

 

Inhalt


Nach dem Tod von Michelles Mutter wird diese unter die Obhut ihrer Großeltern gestellt. Ebenjene Großeltern, die Schuld an dem Verschwinden ihres Vaters tragen. Dementsprechend ungemütlich gestaltet sich das Kennenlernen, doch schon bald erblickt Michelle einen Hoffnungsschimmer – ein Erbstück ihres Vaters, das es ihr ermöglicht, durch die Zeit zu reisen. Mit diesem Geschenk erhält sie nicht nur ganz neue Einblicke und Eindrücke in und über ihre Familiengeschichte, sondern lernt auch die Liebe ihres Lebens kennen. Nur wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn 100 zwischen ihnen liegen?

Die Protagonistin


Michele ist eine starke Persönlichkeit, die auf die harte Tour immer und immer wieder erlernen muss, mit Verlust umzugehen. Sie wächst in Los Angeles bei ihrer Mutter auf, die ihr genau einmal die tragische Geschichte über ihren verschwundenen Vater und den Bruch zu ihrer Verwandtschaft erzählt. So stammt Michele eigentlich von den Windsors ab, dem alten Adel von New York. Für ihre Großeltern war es undenkbar, dass sich ihre Tochter mit einem Mann „unter Stand“ verheiratet, sodass sie den beiden immer wieder aufs Neue Steine in den Weg gelegt haben. Letztlich verließ Micheles Vater ihre Mutter und verschwand spurlos – umso mehr ein Grund für Marion, ihre Tochter alleine und fernab ihrer Eltern großzuziehen. Dass ihre Mutter ebenjene verhassten Windsors für die Vormundschaft vorgesehen hat, ist Michele unbegreiflich und das luxuriöse Leben in Windsor Mansion gefällt ihr gar nicht. Doch nach und nach und je mehr sie über die Vergangenheit ihrer Familie erfährt, erkennt sie, dass ihr Leben von tragischen Missverständnissen geprägt war und dass sie noch viel lernen muss…

Eigene Meinung


Timeless“ von Alexandra Monir ist ein Zeitreiseroman, der dieses Thema zwar nicht neu erfindet, ihm aber eine tragische Note verleiht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, einfach gehalten und liest sich sehr flüssig. Mit ihren detailverliebten Beschreibungen macht Monir die Vergangenheit lebendig und lässt New York in ganz neuem Glanz erstrahlen. An sich ein eher ungewöhnliches Setting für einen Roman dieses Genres, habe ich persönlich New York doch nie als die geschichtsträchtige Stadt gesehen, die sie offensichtlich ist. Erzählt wird die Geschichte im personalen Erzählstil in der dritten Person.

Die Charaktere wurden meiner Meinung nach etwas undankbar behandelt. Abgesehen von Michele, die man auf Schritt und Tritt begleitet, bleiben die Figuren eher blass. Selbst Philip, das männliche Gegenstück zu unserer Protagonistin, wirkt unausgereift und sorgt leider nicht für Herzklopfen.

Die Geschichte ist schön, schnell gelesen und macht Spaß. Eigentlich eine vielversprechende Mischung, die dem Leser auch so ein gutes Gefühl gibt, dass man diesen Roman einfach weiterempfehlen muss. Leider, leider ist gerade dieses "schnell gelesen" der Knackpunkt, denn Monir hetzt von einer Szene zur nächsten. Michele wechselt so oft die Epoche, in die sie reist, dass man die dazugehörigen Figuren immer dann wieder "verliert", wenn man sie gerade liebgewonnen hat.

Das Thema Zeitreise wurde an sich gut umgesetzt und auch individuell neu interpretiert. So individuell, dass zu viele Ansätze verwendet werden. So kann sie nicht nur durch Zeit, sondern auch den Raum reisen, wobei das ja zwei völlig verschiedene Dinge sind. Durch das hohe Erzähltempo bleiben viele Erklärungen auf der Strecke, vor allem weil Michele scheinbar nie das Bedürfnis verspürt, irgendetwas zu hinterfragen.

Die Liebesgeschichte ist schön, zum Thema passend und irgendwie tragisch. Das alles berührt den Leser, obwohl zumindest ich nicht mit der Protagonistin gefühlt habe. Was ich persönlich schade finde, denn normalerweise kann man sich in Jugendbücher immer so gut reinversetzen...

Fazit

Alexandra Monirs "Timeless" ist ein wunderschöner Zeitreiseroman, der der ganzen Thematik eine tragische Note verleiht. Die Geschichte ist wunderschön und schnell gelesen; ein Buch, das man mit einem guten Gefühl und dem Wunsch, direkt den nächsten Band zu lesen, beendet. Befasst man sich aber etwas genauer mit diesem Roman, fallen einem die blassen Charaktere, die zu freie Umsetzung der Zeitreise-Thematik und eine zu schnell zu große Liebe auf, die mir persönlich kein Herzklopfen beschert hat. Trotz allem behalte ich dieses gute Gefühl, das ich mir durch mein eigenes Gemecker nicht kaputt machen will und vergebe gerne noch 4/5 Bücher!

Die Autorin


© Neal Preston
Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und endeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles.

Die Reihe

Timeless Dilogie
  1. Timeless / Timeless

Originalcover

Mittwoch, 22. Mai 2013

[Rezension] Wo die Nacht beginnt von Deborah Harkness

© Blanvalet Verlag
Die Autorin: Deborah Harkness
Originaltitel: Shadow of Night
Titel: Wo die Nacht beginnt
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Blanvalet
Format: Hardcover
Seitenzahl: 800
ISBN-10: 3764504676
ISBN-13: 978-3-764-50467-0
Preis: 19,99 € 



Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Jegliche Informationen vom Verlag gibt es hier.

Ihre Liebe ist stärker als jede Regel, stärker als die Zeit und das Leben selbst. Doch als Diana und Matthew im elisabethanischen London angekommen sind, werden sie auf eine harte Probe gestellt. In einer Welt der Spione und der Täuschung muss Diana einen Tutor finden, der sie in der fortgeschrittenen Hexenkunst unterweist, während Matthew unfreiwillig mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und welche Rolle spielt der enge Kreis von Matthews Freunden, die einst die geheimnisvolle »Schule der Nacht« gründeten und ihre gemeinsame Zukunft bedrohen?

Inhalt

Nachdem Matthew und Diana in die Vergangenheit geflohen sind, sehen sie sich mehr Problemen gegenüber gestellt als erwartet. Das fängt schon damit an, dass der historische Matthew einfach ganz verschwindet, wodurch unweigerlich der Verlauf der Zeit verändert wird. Doch nicht nur Matthew hat zu kämpfen, denn Dianas gerade entdeckten Kräfte verändern sich und sie fürchtet sich vor dem, was aus ihr wird…

Eigene Meinung

Wo die Nacht beginnt“ von Deborah Harkness ist eine würdige Fortsetzung, die alle meine Erwartungen übertroffen hat.

Nahtlos knüpft die Geschichte am Vorgängerband an und auch ich hatte keinerlei Einstiegsschwierigkeiten. Der Schreibstil zog mich gleich wieder in seinen Bann und Harkness' bildgewaltige Sprache beeindruckte mich schon auf den ersten Seiten. Die Mischung aus personalem Erzählstil und der Ich-Perspektive ist nur eine der vielen Besonderheiten, die dieses Werk ausmachen. Besonders gefallen hat mir die kurze Zusammenfassung des ersten Bandes, die man am Anfang des Buches findet.

Die Charaktere überzeugen mal wieder auf ganzer Linie. Während sich Claire und Matthew notgedrungen weiterentwickeln und natürlich weiterhin als Protagonisten fungieren, treten die altbekannten und liebgewonnenen Nebenfiguren in den Hintergrund. Ihnen sind nur wenige Schlüsselszenen gegönnt, die die Verbindung zur „heutigen“ Zeit stellen. Dafür lernt man viele neue Gestalten kennen, darunter auch historische Figuren, die man in diesem Licht bestimmt noch nicht betrachtet hat. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit haucht Harkness diesen neuen Figuren Leben ein und man kriegt das Gefühl, diese Personen persönlich zu kennen.

Bevor ich mich dieses Wälzers annahm, musste ich mich erstmal überwinden. Das hatte rein gar nichts damit zu tun, dass ich es nicht lesen wollte, genau genommen wollte ich nach der Lektüre des ersten Bandes nichts anderes tun, aber es wurden doch schon viele Stimmchen laut, die behaupteten, dass die 800 Seiten im zweiten Band viel zu viel waren – und da hatte ich Angst. Angst davor, wieder einmal von einer Fortsetzung enttäuscht zu werden.

Tja, selten war meine Angst so unbegründet. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Atmosphäre gepackt, die Harkness erzeugt und ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe 3 Tage lang jede freie Minute mit lesen verbracht, während der Arbeit darüber nachgedacht wie es weitergeht und des Nachts von Dianas Kampf mit der Magie geträumt. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt, gelacht und geweint und für mich waren diese 800 Seiten noch viel zu wenig!

Hatte man es im ersten Band noch mit einer fantastischen Liebesgeschichte zu tun, wird man nun mit einer klassischen Zeitreisethematik und den daraus folgenden historischen Elementen konfrontiert. Die Vielfältigkeit dieser Trilogie ist einzigartig und spricht so natürlich auch ein breites Publikum an.

Die Geschichte ist in 6 Teile gegliedert, dabei spielen 95% in der Vergangenheit. Doch die wenigen Szenen in der Gegenwart sind die Bindeglieder zum ersten Band, die Brücke zwischen den Zeiten und diese sorgten ein ums andere Mal für Gänsehaut bei mir. Zu sehen, welche Auswirkungen Dianas und Matthews Verhalten in der Vergangenheit auf die Zukunft hatte, ist einfach faszinierend.

Große Emotionen verbergen sich mal mehr, mal weniger offensichtlich zwischen den Zeilen und wer sich drauf einlässt, kriegt viel geboten!

Fazit


Deborah Harkness’ „Wo die Nacht beginnt“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die für mich auch gut und gerne noch mal 800 Seiten hätte haben können. Altbekannte Charaktere muss man zwar dieses Mal missen, dafür kriegt man eine unglaubliche Anzahl an neuen und überhaus lebhaften Figuren geboten. Die Atmosphäre dieses Werkes ist einzigartig und schlägt den Leser in seinen Bann - da ist eine Warnung vor Suchtgefahr geboten! Die Liebesgeschichte ist berührend und realistisch; die Magie allgegenwärtig und doch alles andere als aufdringlich. Für mich ist diese Reihe ein Must-Read für jeden Fantasyfan, Zeitreisefan und selbst die Historiker unter uns kommen nicht zu kurz. 5/5 für dieses Meisterwerk!

Die Autorin

© Vania Stoyanova
Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).  

Die Reihe

  1. Die Seelen der Nacht / A Discovery of Witches
  2. Wo die Nacht beginnt / Shadow of Night
  3. ??? / ???

Originalcover 

Mein Dank geht an...

... den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Samstag, 4. Mai 2013

[Rezension] Zeitenzauber 02 - Die goldene Brücke von Eva Völler

© Baumhaus Verlag
Autorin: Eva Völler
Die Reihe: Zeitenzauber Trilogie
Originaltitel: Die goldene Brücke
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Baumhaus
Format: Hardcover
Seitenzahl: 320
ISBN-10: 3833901683
ISBN-13: 978-3-833-90168-3
Preis: 14,99 €



Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?

Inhalt

Anna ist weiterhin im Zeitreisegeschäft tätig, auch wenn sie sich gerade eine Auszeit für ihr Abitur genommen hat. Ihre Beziehung mit Sebastiano ist weiterhin intakt und überhaupt scheint alles gerade wunderbar zu laufen...
...bis sie einen Anruf von José erhält, der ihr eine kryptische Botschaft übermittelt. Sebastiano steckt im 17. Jahrhunder in Paris fest und nur sie kann ihn zurückholen. Anna macht sich gleich auf den Weg, ihren Liebsten zu retten - doch ahnt sie nicht, dass dieser sein Gedächnis verloren hat und der festen Überzeugung ist, ein Musketier in der Garde Richelieus zu sein....

Eigene Meinung

"Zeitenzauber - Die goldene Brücke" von Eva Völler konnte mich ebenso begeistern wie sein Vorgänger.

Wieder wird man als Leser mitten ins Geschehen hinein katapultiet - und zwar in einen Prolog, der alles hat, was diese Reihe definiert. Charme, Witz, Liebe, einen guten Schuss Sarkasmus und eine überaus lebendige Vergangenheit. Völlers Schreibstil zog mich gleich wieder in seinen Bann und auch hier fragte ich mich wieder, wo die Zeit geblieben ist, denn diese Bücher lesen sich einfach unfassbar schnell!

Die altbekannten Charaktere haben nichts von ihrem Charme verloren, doch hier hieß es: neue Zeit, neue Stadt, neue Leute! So durfte man Bekanntschaft mit historischen und fiktiven Figuren machen, die auch hier überzeugen, ohne allzu tiefgründig zu sein. Anna hat definitiv gelernt wie man sich in der Vergangenheit durchschlagen muss, trotzdem macht es gewohnt Spaß, ihr dabei zuzusehen. Ein klein wenig hat es mich aber gestört, dass mich einige Beziehungsmuster doch sehr an Band 1 erinnert haben. Wir haben natürlich einen Boten und ein weibliche Figur, bei der Anna zuerst Obdach findet. Der Bote ist in diese Frau verliebt, es gibt einen mysteriösen, unbekannten Alten, der seine Ziele verfolgt...wirklich schade!

Trotzdem ist die Geschichte spannend und für die Romantiker unter uns: die Beziehung von Sebastiano und Anna steht diesmal im Vordergrund, auch wenn es da doch so einige Probleme gibt! Kitsch und typische Jugendbuchromantik wird man aber auch hier nicht finden.

Meiner Meinung nach ist Band 2 gerade wegen der doppelten Problematik viel spannender und am Ende gibt es wieder einen schönen Showdown, bei dem man das Buch einfach nicht mehr weglegen kann. Doch das Beste kommt ganz zum Schluss, denn wieder einmal bedarf es keinem Cliffhanger, um den Leser bei der Stange zu halten. Ich finde es so toll, dass es keine nervigen Jugendbuchklischees gibt und kann für meinen Teil Band 3 kaum erwarten!

Fazit

Eva Völlers "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" ist eine tolle Fortsetzung, die ihrem Vorgänger in nichts nachsteht und ebenso begeistern kann. Einen kleinen Punktabzug gibt es für 2, 3 zu offensichtlichen Ähnlichkeiten zu Band 1, dafür ist dieser Band um einiges spannender. Trotzdem entscheide ich mich in dem Fall für "nur" 4/5 Büchern, kann aber die Fortsetzung kaum erwarten!

Die Autorin



Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." 

Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Die Reihe

Zeitenzauber Trilogie
  1. Die magische Gondel
  2. Die goldene Brücke
  3. Das verborgene Tor
 
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